Den Verlust und seine Nichtanerkennung ausdrücklich benennen

Sagen Sie sich zuerst selbst direkt, was verloren wurde und dass andere seine Bedeutung möglicherweise nicht erkennen.

Why it works

Unbenannte Nichtanerkennung ist doppelt isolierend: Der Verlust ist real, aber die Person kann nicht benennen, warum sich ihre Trauer unbestützt anfühlt. Sie zu benennen — „Ich trauere um das Ende einer Beziehung, von der meine Familie nie wusste, und dafür gibt es kein Skript“ — schafft kognitive Klarheit, die die Gültigkeit der Trauer von der sozialen Reaktion darauf trennt. Die Trauer ist real, unabhängig davon, ob andere sie anerkennen.

How to do it

  1. Schreiben Sie eine Erklärung des Verlusts: was verloren wurde, was es Ihnen bedeutete und warum andere es möglicherweise nicht erkennen.
  2. Lesen Sie sie sich selbst als Zeuge vor, nicht als Richter.
  3. Teilen Sie sie, falls hilfreich, mit einer Person, die zuhört, ohne Verluste zu bewerten.
  4. Kehren Sie zu der Erklärung zurück, wenn soziale Ungültigmachung die Trauer eingebildet oder übertrieben erscheinen lässt.

Evidenz

Dokas Rahmenwerk der nicht anerkannten Trauer ist ein konzeptioneller Beitrag mit erheblicher klinischer Anwendung; die Bedeutung sozialer Anerkennung für die Trauerverarbeitung ist in der Trauerforschung zu sozialer Unterstützung und komplizierter Trauer verankert. (clinical)

Das Konzept der nicht anerkannten Trauer ist vorwiegend konzeptionell und klinisch; randomisierte Studien speziell zu Interventionen bei nicht anerkannter Trauer sind begrenzt.

Quellen

Häufiger Fehler

Das Versäumnis anderer, den Verlust anzuerkennen, als Beweis dafür verinnerlichen, dass der Verlust nicht bedeutsam ist — soziale Anerkennung ist eine Ressource, kein Maß für die Realität des Verlusts.

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