Feedforward als konkrete, umsetzbare Ideen geben – nicht als allgemeine Ermutigung

Beim Geben von Feedforward zwei konkrete Verhaltensideen anbieten, kein Lob und keine abstrakte Beratung.

Why it works

Ermutigung aktiviert positiven Affekt, liefert aber keine Verhaltensanleitung – „du machst das großartig“ enthält keine Information darüber, was genau man mehr tun sollte. Konkretes Verhaltens-Feedforward gibt dem Empfänger etwas Spezifisches zum Ausprobieren, was die notwendige Bedingung für Verhaltensänderung ist. Abstrakte Beratung erfordert einen zweiten Übersetzungsschritt, der oft nie stattfindet.

How to do it

  1. Vor dem Geben von Feedforward sich fragen: „Welches konkrete Verhalten könnte diese Person ausprobieren, von dem ich denke, dass es ihr helfen würde?“
  2. Vorschläge als Möglichkeiten rahmen: „Eine Idee, die du in Betracht ziehen könntest …“ statt Vorschriften.
  3. Höchstens zwei Ideen pro Sitzung anbieten – mehr erzeugt Entscheidungslähmung.
  4. Sich auf Verhaltensweisen konzentrieren, die die Person tatsächlich kontrolliert, nicht auf Persönlichkeit oder Charakter.

Evidenz

Spezifität bei Zielsetzung und Feedback ist einer der am häufigsten replizierten Befunde der Verhaltenswissenschaft. Konkrete Verhaltensanleitung übertrifft abstrakte Ermutigung bei der Erzeugung von Verhaltensänderung in vielen Bereichen. (observational)

Dies ist das Prinzip der Zielspezifität, angewendet auf Feedback; spezifisches Feedforward als benannte Praxis wurde nicht unabhängig getestet.

Quellen

Häufiger Fehler

Feedforward geben, das eigentlich verkappte Kritik ist – „in Zukunft könntest du versuchen, andere weniger zu unterbrechen“ –, was das negative Urteil trägt, das man eigentlich vermeiden wollte.

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