Zielsystemtheorie: Wie Ziele zusammenwirken (und gegeneinander)

Wie die Struktur deines Zielnetzwerks Motivation, Konflikt und Verpflichtung formt

Wie interagieren deine Ziele und untergraben sich gegenseitig?

Arie Kruglanskis Zielsystemtheorie schlägt vor, dass Ziele und die Mittel zu ihrer Erreichung im Kopf ein assoziatives Netzwerk bilden, in dem jedes Element mit anderen verknüpft ist. Kann ein einzelnes Mittel mehreren Zielen dienen (Multifinalität), wird Motivation verstärkt; konkurrieren Ziele um dasselbe Mittel oder dieselbe Zeit (Zielkonflikt), kann das Verfolgen des einen die Motivation für ein anderes unterdrücken oder auslöschen. Die Theorie ist konzeptionell gut entwickelt, mit einem Fundus stützender experimenteller Forschung.

Die meisten Ratschläge zur Zielsetzung behandeln Ziele als isolierte Listenpunkte. Die Zielsystemtheorie, entwickelt von Arie Kruglanski und Kollegen, zeigt, dass Ziele in einem Netzwerk existieren – verbunden miteinander und mit den Mitteln zu ihrer Verfolgung – und dass die Struktur dieses Netzwerks Motivation grundlegend prägt. Zu verstehen, warum deine Ziele manchmal konkurrieren, warum manche Mittel energetisierender wirken als andere und wie sich Verpflichtung zu einem Ziel auf andere „überträgt“, ist praktisches Wissen, nicht nur Theorie.

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