Die Äquifinalitätsfalle vermeiden: zu viele Wege senken die Verpflichtung

Wenn viele verschiedene Mittel dasselbe Ziel erreichen können, schwächt sich die Verpflichtung zu jedem einzelnen ab – den Weg einengen.

Why it works

Die Zielsystemtheorie sagt voraus, dass bei mehreren austauschbaren Mitteln für ein Ziel (Äquifinalität) der motivationale Wert, den jedes Mittel aus dem Ziel zieht, verdünnt wird. Konkreter: Zählen fünf verschiedene Trainingsformen alle, ist der Zug zu einer bestimmten schwächer, als wenn nur eine zählte. Den Mittel-Rahmen zu verengen konzentriert den motivationalen Wert auf den gewählten Weg, macht ihn überzeugender und schwerer zu überspringen.

How to do it

  1. Ein Ziel identifizieren, dem gegenüber du ambivalent bist.
  2. Zählen, wie viele verschiedene Wege du als akzeptabel für seine Verfolgung festgelegt hast.
  3. Sind es mehr als zwei, ein Mittel wählen und dich 30 Tage dazu verpflichten.
  4. Bewerten, ob sich die Verpflichtung mit dem eingeengten Weg stärker anfühlte.

Evidenz

Experimentelle Studien im Zielsystem-Forschungsprogramm fanden, dass größere Äquifinalität – mehr Mitteloptionen für dasselbe Ziel – die Verpflichtung zu jedem einzelnen Mittel reduzierte und unter manchen Bedingungen die gesamte Zielverfolgung schwächte. (observational)

Manche Forschung findet Äquifinalität auch hilfreich bei der Erholung von Misserfolg (ein anderes Mittel ist verfügbar); die Verpflichtungskosten sind am relevantesten in der Initiierungsphase.

Quellen

Häufiger Fehler

Bei fehlender Motivation nach mehr Optionen suchen („vielleicht brauche ich nur einen anderen Ansatz“), wenn das eigentliche Problem zu viele bereits vorhandene Optionen sind, die die Verpflichtung zu jeder einzelnen mindern.

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