Selbstvergebung durch die Praxis

Die Vergebungsphrasen nach innen richten, um Schuld oder Scham über eigene vergangene Handlungen loszulassen.

Why it works

Selbstkritik hält Scham durch eine Schleife von Urteil und erneutem Urteil aufrecht; Selbstvergebung unterbricht sie, indem sie die schädliche Handlung vom Wert der Person trennt, die sie ausgeführt hat. „Es tut mir leid, bitte vergib mir“ an sich selbst zu richten modelliert extern dieselbe mitfühlende Haltung gegenüber eigenem Fehlverhalten, die man bereitwilliger anderen entgegenbringen würde.

How to do it

  1. Eine vergangene Handlung oder ein Muster identifizieren, für das du Schuld oder Scham empfindest.
  2. Die vier Phrasen so klar auf dich selbst anwenden wie auf eine andere Person: „Es tut mir leid [selbst]. Bitte vergib mir. Danke. Ich liebe dich.“
  3. Wenn Selbstverurteilung wieder aufkommt, ohne Widerstand zur Phrase zurückkehren.
  4. Die Praxis mit einer konkreten Wiedergutmachung oder Verhaltensänderung ergänzen, wo möglich.

Evidenz

Selbstvergebung ist in Beobachtungsforschung mit geringerer Depression, Angst und Grübeln assoziiert; der Mechanismus scheint die Entkopplung von Selbstwert und vergangenem Fehler zu sein. Wohl, DeShea & Wahkinneys Zustandsselbstvergebungs-Maß verknüpft momentane Selbstvergebung mit besserem psychologischem Wohlbefinden und erdet die nach innen gerichtete Nutzung der Phrasen. (observational)

Die Ho'oponopono-Rahmung der Selbstvergebung ist nicht separat untersucht; die Evidenzbasis betrifft Selbstvergebung allgemein.

Quellen

Häufiger Fehler

Die Selbstvergebungs-Phrasen nutzen, um Rechenschaft zu umgehen — sich selbst vergeben, ohne den verursachten Schaden anzuerkennen oder Wiedergutmachung zu leisten, wo sie möglich ist.

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