Direkt nach der Sitzung ein Mandala zeichnen

Die Bilder und emotionalen Rückstände der Sitzung durch eine spontane kreisförmige Zeichnung ausdrücken, bevor du wieder in die gewöhnliche Realität eintrittst.

Why it works

Holotrope Zustände produzieren nonverbales, bildhaftes Material, das schwer in Sprache zu fassen ist. Direkt danach zu zeichnen — während das Material noch zugänglich ist — externalisiert es in eine Form, die erneut aufgesucht, reflektiert und mit einer Therapeutin oder Gruppe besprochen werden kann. Das kreisförmige Mandala-Format ist eine Konvention, die kompositorische Entscheidungen entfernt und Aufmerksamkeit für Ausdruck statt Ästhetik freisetzt.

How to do it

  1. Papier und Wachsmalstifte oder Pastellkreiden vor der Sitzung griffbereit halten.
  2. Direkt nach der Sitzung und vor jedem Gespräch zeichnen, was immer an Bildern, Farben oder Mustern auftaucht — den Kreis frei füllen.
  3. Es jetzt nicht bewerten oder interpretieren; nur mit dem Datum beschriften.
  4. Es zu einer Nachbesprechung in der Gruppe oder Therapie mitbringen als Ausgangspunkt für die verbale Integration.

Evidenz

Ausdruckskunst als Nachsitzungs-Integrationswerkzeug steht im Einklang mit Forschung zur narrativen Verarbeitung und mit der kunsttherapeutischen Literatur, die moderate Effekte auf Trauma und emotionale Verarbeitung zeigt. Direkte Evidenz für Mandala-Zeichnen nach holotropem Atmen ist anekdotisch. (anecdotal)

Die Mandala-Praxis ist eine etablierte Konvention in der holotropen Ausbildung, aber ihr zusätzlicher Nutzen gegenüber anderen Integrationsmethoden wurde nicht untersucht.

Häufiger Fehler

Direkt in Gespräch und Analyse eintauchen, bevor gezeichnet wurde — verbale, linkshirnbasierte Verarbeitung kann das bildhaftere Material verschließen, wenn sie zu früh einsetzt.

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