Vor jeder Sitzung auf Kontraindikationen screenen

Die medizinischen und psychologischen Kontraindikationen kennen und respektieren — holotropes Atmen ist nicht für jeden.

Why it works

Anhaltende Hyperventilation verursacht reale physiologische Veränderungen: Hypokapnie, Alkalose und erhebliche kardiovaskuläre Belastung. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Anfallsleiden, schweren psychiatrischen Diagnosen oder aktiver Psychose sind diese Veränderungen nicht sicher. Screening schützt Teilnehmende und wahrt die Legitimität der Praxis.

How to do it

  1. Den Standard-Medizin- und Psychiatriefragebogen ausfüllen, den jede zertifizierte Grof-Transpersonal-Training-Begleitperson bereitstellt.
  2. Offenlegen: Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen, Anfallsgeschichte, schwere psychiatrische Vorgeschichte (Schizophrenie, bipolare Störung mit Psychose), Schwangerschaft, Glaukom, kürzliche Operation.
  3. Bei Unsicherheit vor der Teilnahme mit deiner Ärztin sprechen.
  4. Für psychologische Kontraindikationen eine lizenzierte Therapeutin zur Einschätzung aufsuchen, statt sich selbst zu qualifizieren.

Evidenz

Kontraindikationen basieren auf der bekannten Physiologie der Hyperventilation und etablierter klinischer Vorsicht bei intensiver somatischer und Arbeit mit veränderten Zuständen. Sie stellen klinischen Konsens dar, keine aus RCTs abgeleiteten Ausschlusskriterien. (clinical)

Raten unerwünschter Ereignisse in ausgebildeten holotropen Atem-Settings sind in der Literatur nicht gut dokumentiert; Vorsicht ist angesichts der Intensität der Praxis geboten.

Häufiger Fehler

An einem unzertifizierten oder schlecht begleiteten Workshop teilnehmen, der den Screening-Fragebogen überspringt — der Schutzwert der Praxis hängt vollständig von ausgebildeter Begleitung und angemessener Prüfung ab.

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