Deine Zielhierarchie kartieren

Identifizieren, welche Ziele welchen übergeordneten Werten dienen, damit gescheiterte Wege den Sinn nicht bedrohen.

Why it works

Snyders Modell ordnet Ziele in eine Hierarchie: untergeordnete Ziele (konkrete Aufgaben) dienen übergeordneten Zielen (Werten und Zwecken). Wenn ein untergeordnetes Ziel scheitert oder geändert werden muss, bleibt das übergeordnete Ziel intakt. Das bewahrt Sinn und Agency auf der Ebene, die am meisten zählt, weil der Grund für das Vorhaben nicht durch einen taktischen Rückschlag gestört wird.

How to do it

  1. Dein aktuelles Ziel aufschreiben.
  2. Fragen: „Warum ist mir dieses Ziel wichtig?“ — die Antwort aufschreiben.
  3. Erneut „warum?“ zu dieser Antwort fragen: weitermachen, bis du bei einem Wert ankommst, der dir um seiner selbst willen wichtig ist.
  4. Wenn ein untergeordnetes Ziel ins Stocken gerät, prüfen, ob der übergeordnete Wert durch einen anderen Weg bedient werden kann.

Evidenz

Zielhierarchie-Modelle sind in der Motivationspsychologie gut etabliert. Forschung zu Selbstkonkordanz — Ziele, die mit intrinsischen Werten übereinstimmen — verknüpft hierarchische Kohärenz mit nachhaltiger Motivation und Wohlbefinden. (observational)

Zielhierarchie-Kartierung ist eine Denkübung; ihre Effekte hängen von der Qualität der identifizierten Werte ab und davon, ob die untergeordneten Ziele ihnen tatsächlich dienen.

Quellen

  • Sheldon & Elliot (1999), goal striving, need satisfaction, and longitudinal well-being, Journal of Personality and Social Psychology

Häufiger Fehler

Das erste aufgeschriebene Ziel als tiefste Ebene behandeln, wenn es meist ein Mittel zum Zweck ist — dort stehenzubleiben lässt jedes taktische Scheitern wie eine Bedrohung auf Wertebene wirken.

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