Würdige die Menschen, die dich zu dem gemacht haben, der du bist

Benenne und drücke Dankbarkeit gegenüber den konkreten Menschen aus, deren Einfluss dein Leben geprägt hat.

Why it works

Ein Lebensrückblick bringt konsequent den relationalen Kontext zutage, wer wir geworden sind – die Mentoren, Eltern, Lehrer und Freunde, ohne die andere Entscheidungen getroffen worden wären. Diese Menschen explizit zu würdigen (schriftlich oder im Kontakt) löst eine Art relationale Schuld auf, erzeugt Dankbarkeit, die mit Wohlbefinden assoziiert ist, und stellt das Gefühl wieder her, dass das eigene Leben nicht allein, sondern verbunden war.

How to do it

  1. Liste fünf Menschen auf, deren Einfluss, Unterstützung oder Vorbild bedeutsam dafür war, dass du wurdest, wer du bist.
  2. Schreibe für jeden einen Absatz: was sie dir gegeben haben und wie du es noch heute trägst.
  3. Erwäge für jeden noch lebenden und erreichbaren einen Dankbarkeitsbrief oder Besuch – Seligmans Dankbarkeitsbesuchs-Protokoll gilt hier direkt.

Evidenz

Dankbarkeitsausdruck und der Dankbarkeitsbesuch gehören zu den am robustesten getesteten Interventionen der positiven Psychologie; sie in einen Lebensrückblick-Kontext zu stellen, ist eine natürliche Erweiterung beider Traditionen. (rct)

Die Evidenz zum Dankbarkeitsbesuch ist stark; die Rahmung „Dankbarkeit innerhalb des Lebensrückblicks“ ist eine Synthese zweier Traditionen, kein separat untersuchtes Protokoll.

Quellen

  • Seligman et al. (2005), positive psychology interventions, American Psychologist

Häufiger Fehler

Nur Lehrer und Mentoren abstrakt zu erwähnen und jeden auszulassen, dessen Beziehung kompliziert war. Die prägendsten Einflüsse sind oft auch die unerledigtsten – genau sie sind es, die am wichtigsten zu würdigen sind.

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