Kartiere deine Wendepunkte und was sie verändert haben

Identifiziere die zwei bis vier Momente, die den Verlauf deines Lebens am fundamentalsten neu ausgerichtet haben.

Why it works

Forschung zur narrativen Identität zeigt, dass Wendepunkte – die Episoden, die alles veränderten – überproportionales Gewicht dafür haben, wie Menschen verstehen, wer sie sind und wie ihr Leben Sinn ergibt. Sie explizit zu kartieren liefert die „Handlungsstruktur“ der eigenen autobiografischen Erzählung: Eine Geschichte mit Wendepunkten ist kohärenter als eine Liste von Ereignissen, und Kohärenz selbst sagt Wohlbefinden voraus.

How to do it

  1. Liste jeden großen Wendepunkt auf, an den du dich erinnerst – die Momente, in denen sich deine Bahn veränderte.
  2. Schreibe für die drei wichtigsten: wie das Davor aussah, was geschah, und was das Danach wurde.
  3. Schreibe für jeden einen Satz: „Das hat mich verändert, indem…“

Evidenz

Narrative Identität und die Rolle von Wendepunkt-Episoden in autobiografischer Kohärenz sind in McAdams' Forschungsprogramm gut gestützt; die Kohärenz der eigenen Lebenserzählung wird mit Wohlbefinden und Identitätsstabilität assoziiert. (observational)

Die Forschung zu Lebensgeschichten ist beobachtend und korrelativ; Kohärenz sagt Wohlbefinden voraus, aber ob durch Intervention verbesserte Kohärenz verbessertes Wohlbefinden verursacht, ist weniger gesichert.

Quellen

  • McAdams (2001), The Psychology of Life Stories, Review of General Psychology

Häufiger Fehler

Nur positive Wendepunkte zu kartieren und die auszuschließen, die Verluste oder Misserfolge waren – das erzeugt eine unvollständige Erzählung, in der die Sinnstiftungskraft schwieriger Wendepunkte ungenutzt bleibt.

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