Verschachtelung

Mische verschiedene Aufgabentypen in einer Sitzung, statt sie blockweise zu üben.

Why it works

Einen Aufgabentyp in einem langen Block zu üben lässt dich denselben Ansatz mechanisch wiederverwenden, ohne ihn zu wählen, sodass du nie lernst, welche Strategie zu welcher Situation passt. Verschachtelung zwingt dich, zwischen Aufgabentypen zu unterscheiden und jedes Mal den richtigen Ansatz abzurufen — genau die Fähigkeit, die du brauchst, wenn Probleme unsortiert im echten Leben auftauchen.

How to do it

  1. Mische verwandte, aber unterschiedliche Themen oder Aufgabentypen innerhalb einer einzelnen Lernsitzung.
  2. Widerstehe dem Drang, einen Typ vollständig zu meistern, bevor du wechselst; wechsle, während es sich noch wackelig anfühlt.
  3. Übe zu erkennen, welche Art von Problem vor dir liegt, nicht nur eine bekannte Prozedur auszuführen.

Evidenz

Kontrollierte Studien, auch im Mathematiklernen, finden, dass verschachteltes Üben bessere Langzeitleistung und Transfer erzeugt als geblocktes Üben, obwohl es sich beim Üben schwerer und schlechter anfühlt. Der Nutzen geht über Prozeduren hinaus: Kornell & Bjork (2008) fanden, dass Verschachtelung auch induktives Lernen von Konzepten und Kategorien verbesserte, obwohl Lernende fälschlich glaubten, Blocken hätte mehr geholfen. (rct)

Verschachtelung wirkt am besten bei verwandtem Material, bei dem Unterscheidung wichtig ist; völlig unverwandte Themen zu mischen oder vor jeder Grundlage zu verschachteln, kann unhilfreich sein.

Quellen

Häufiger Fehler

Geblocktes Üben nach Thema, weil es glatter wirkt und schnelle Gewinne innerhalb der Sitzung produziert, während es das dauerhafte, übertragbare Lernen untergräbt, das Verschachtelung aufbaut.

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