Die Annahmen benennen, die gelten müssen, damit der Plan funktioniert

Jeder Plan ruht auf Annahmen — liste sie auf und frage, wie wahrscheinlich jede ist.

Why it works

Pläne scheitern, wenn verborgene Annahmen verletzt werden. Annahmen explizit zu machen verwandelt sie von unsichtbaren Hintergrundüberzeugungen in testbare Hypothesen mit zugehörigen Wahrscheinlichkeiten. Das erlaubt dir zu beurteilen, wie empfindlich der Plan gegenüber jeder Annahme ist — ob das Scheitern einer Annahme den Plan tötet oder nur seine Aufwärtschance reduziert.

How to do it

  1. Schreibe den Plan auf, dann frage: Was müsste über die Welt wahr sein, damit das funktioniert?
  2. Liste jede größere Annahme auf, einschließlich „keine größeren unerwarteten Störungen“.
  3. Schätze für jede eine Wahrscheinlichkeit — nicht präzise, aber ob sie 90%+, 60–90% oder unter 60% liegt.
  4. Frage bei jeder Annahme unter 80%, wie der Plan aussieht, wenn diese Annahme scheitert.

Evidenz

Das Offenlegen von Annahmen ist ein Kernschritt in Szenarioplanung, Risikoanalyse und prospektiver Rückschau (Premortem-Techniken). Explizite Artikulation von Plan-Abhängigkeiten verbessert Risikobewusstsein und Planqualität in Praktikerrahmenwerken. (clinical)

Direkte experimentelle Evidenz für Annahmen-Listing als isolierte Praxis ist begrenzt; der Nutzen ist prinzipiell aus der breiteren Evidenz zur Planung unter Ungewissheit begründet.

Häufiger Fehler

Annahmen aufzulisten und dann nicht zu prüfen, ob irgendeine davon bereits durch bestehende Evidenz widerlegt wird.

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