Ausschließliche Nasenatmung bei leichtem bis moderatem Training

Trainiere dich, ausschließlich durch die Nase zu atmen, in einem Tempo, das du durchhalten kannst.

Why it works

Nasenatmung beim Training verlangsamt die Atemfrequenz, was den Blut-CO2-Wert leicht erhöht und den Bohr-Effekt auslöst: Hämoglobin gibt bei höherem CO2 leichter Sauerstoff an die Muskeln ab. Über Wochen des Trainings passt sich der Körper an — der CO2-Toleranzsollwert steigt, und der Drang zur Mundatmung tritt bei höherer Arbeitsintensität auf, was die Nasenatmungszone erweitert.

How to do it

  1. Starte in einem leichten Tempo, bei dem Nasenatmung ohne Keuchen handhabbar wirkt.
  2. Verlangsame das Tempo, statt den Mund zu öffnen, wenn der Drang zur Mundatmung auftritt.
  3. Baue die Dauer bei dieser Intensität über 4–6 Wochen auf, bevor du das Tempo erhöhst.
  4. Protokolliere die Herzfrequenzobergrenze, bei der Nasenatmung unmöglich wird — erwarte, dass sie mit dem Training steigt.

Evidenz

Beobachtende und mechanistische Evidenz stützt den Bohr-Effekt und die CO2-Toleranzanpassung. Kleine Studien zu reinem Nasenatmungstraining zeigen verbesserte Ökonomie und VO2-Werte bei trainierten Athleten. (observational)

Die meisten Studien sind klein; der Anpassungszeitrahmen und -umfang variieren je nach Fitnesslevel. Nasenatmung kann die Leistung akut verringern, bevor die Anpassung eintritt.

Häufiger Fehler

Zu versuchen, vom ersten Tag an bei voller Intensität nasal zu atmen, und die Praxis dann aufzugeben, weil sie unmöglich erscheint — Anpassung braucht zunächst Wochen bei reduzierter Intensität.

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