Natürliche und logische Konsequenzen (Rudolf Dreikurs)

Verantwortung durch Erfahrung lehren, nicht durch Strafe

Natürliche vs. logische Konsequenzen vs. Strafe?

Rudolf Dreikurs unterschied natürliche Konsequenzen – was geschieht, wenn die Natur ihren Lauf nimmt (die Jacke an einem kalten Tag zu Hause zu lassen bedeutet zu frieren) – von logischen Konsequenzen – von Erwachsenen gestaltete Folgen, die direkt verbunden, angemessen und respektvoll sind (Spielzeug auf der Treppe liegen zu lassen bedeutet, dass das Spielzeug für den Tag weggeräumt wird). Beide unterscheiden sich von Strafe, die nichts mit dem Verhalten zu tun hat und sich auf die Macht der Erwachsenen stützt. Der Ansatz ist klinisch weit verbreitet, hat aber begrenzte kontrollierte Studienevidenz; seine Stärke liegt darin, Verantwortung durch Erfahrung statt durch Angst zu lehren.

Rudolf Dreikurs argumentierte, aufbauend auf Alfred Adlers Individualpsychologie, dass Kinder sich fehlverhalten, wenn sie irrige Überzeugungen darüber haben, wie sie Zugehörigkeit und Bedeutung erreichen können. Strafe bestätigt diese Überzeugungen, indem sie Elternteil gegen Kind aufbringt. Natürliche und logische Konsequenzen verlagern die Lehrerrolle vom Elternteil zur Realität selbst – das Kind lernt nicht, weil ein Erwachsener ihm etwas angetan hat, sondern weil die Welt auf seine Entscheidung reagiert hat. Die folgenden Praktiken setzen diese Unterscheidung im alltäglichen Erziehungsgeschehen um.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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