Natürliche Konsequenzen die Lehrarbeit übernehmen lassen

Tritt zurück und lass die Welt reagieren – dein Kind lernt mehr davon, zu frieren, als davon, über Jacken belehrt zu werden.

Why it works

Natürliche Konsequenzen sind intrinsisch kontingent: Die Handlung des Kindes erzeugt direkt das Ergebnis, ohne Vermittlung durch Erwachsene. Das macht sie zu hoch glaubwürdigen Lehrern – das Kind kann das Ergebnis nicht der Stimmung oder Autorität des Elternteils zuschreiben. Das erlebte Unbehagen ist zudem proportional und zeitlich begrenzt, sodass die Lektion ohne Schaden ankommt. Die Rolle des Elternteils ist, dem schützenden Impuls einzugreifen zu widerstehen, der die Lerngelegenheit zunichtemachen würde.

How to do it

  1. Identifiziere Situationen, in denen die natürliche Konsequenz sicher, angemessen ist und bald genug eintritt, um mit dem Verhalten verbunden zu wirken.
  2. Tritt zurück und lass es geschehen, ohne "ich hab's dir doch gesagt"-Kommentare – das verschiebt die Lektion von "die Realität hat reagiert" zu "das Elternteil hatte recht".
  3. Biete nach der Konsequenz kurzes Mitgefühl vor dem Gespräch an: "Das war kalt, oder? Was wirst du morgen anders machen?"

Evidenz

Erfahrungslernforschung (Kolb) stützt das Prinzip, dass direkte Erfahrung dauerhafteres Lernen erzeugt als abstrakte Unterweisung. Natürliche Konsequenzen setzen dies für das Verhaltenslernen um. (mechanistic)

Natürliche Konsequenzen sind nur angemessen, wenn die Konsequenz sicher und zeitlich mit dem Verhalten verbunden ist. Viele Fehlverhaltensweisen haben entweder keine natürliche Konsequenz oder eine, die zu verzögert oder zu gefährlich ist, um sie zuzulassen.

Quellen

Häufiger Fehler

Einzugreifen, um die natürliche Konsequenz zu verhindern, und dann darüber zu belehren – das entfernt das erfahrungsbasierte Lernen und ersetzt es durch eine weniger wirksame verbale Lektion.

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