Die angekündigte Konsequenz ruhig und ohne Ärger durchziehen

Die Konsequenz lehrt; der Ärger verwirrt – halte sie getrennt.

Why it works

Wenn eine Konsequenz mit sichtbarem Ärger vermittelt wird, verschiebt sich die Aufmerksamkeit des Kindes von der Konsequenz zur Emotion des Elternteils – und die emotionale Aufladung der Interaktion wird zur prägenden Erinnerung, nicht das Lernen. Ruhiges Durchziehen hält den kognitiven Fokus des Kindes auf der Beziehung zwischen seiner Handlung und dem Ergebnis. Es modelliert zudem Emotionsregulation unter Frustration – eine übertragbare Fähigkeit, die das Kind brauchen wird.

How to do it

  1. Kündige die Konsequenz im Voraus an, sodass das Durchziehen das erwartete Ergebnis ist, keine plötzliche Eskalation: "Wenn [Verhalten], dann [Konsequenz]."
  2. Wenn der Moment kommt, ziehe sie mit minimaler verbaler Erklärung durch – die Konsequenz ist die Lehrerin, nicht deine Vorträge.
  3. Wenn du zu wütend bist, um ruhig zu sein, verschiebe die Konsequenz: "Wir kümmern uns in zehn Minuten darum" – und ziehe sie dann durch.

Evidenz

Verhaltenslernforschung zeigt durchgängig, dass die Kontingenz zwischen Verhalten und Konsequenz wichtiger ist als die emotionale Intensität der Konsequenz. Hohe emotionale Aufladung kann das Lernen tatsächlich verringern, indem sie defensive Verarbeitung auslöst. (mechanistic)

Skinners Behaviorismus befasst sich mit grundlegender Konditionierung; die Anwendung auf komplexe Erziehungssituationen mit Emotionsregulation umfasst zusätzliche Variablen, die von einfachen Konditionierungsmodellen nicht erfasst werden.

Quellen

  • Skinner, B. F. (1953). Science and Human Behavior. Free Press.

Häufiger Fehler

Zu warten, bis du wütend bist, um durchzuziehen, sodass die Konsequenz von einem emotionalen Ausbruch begleitet wird, der die Aufmerksamkeit des Kindes vom Lernen zum Selbstschutz verschiebt.

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