Gewaltfreie Bitten: Wie man um das bittet, was man braucht, ohne zu fordern

Die Mechanik des Bittens statt Forderns – und warum der Unterschied schwerer ist, als er klingt

Wie unterscheidet sich in der GFK eine Bitte von einer Forderung?

In Marshall Rosenbergs GFK-Modell unterscheidet sich eine Bitte in einem entscheidenden Punkt von einer Forderung: Eine Bitte wird mit echter Bereitschaft gestellt, ein "Nein" zu hören. Eine als Bitte getarnte Forderung vermittelt, dass die Autonomie des anderen an Bedingungen geknüpft ist – das löst Gehorsam oder Auflehnung aus, keine echte kooperative Reaktion. Echte Bitten zu stellen gehört zu den praktisch schwierigsten GFK-Fähigkeiten; die meisten Menschen entdecken, dass sie Forderungen gestellt haben, wenn sie bemerken, wie sie sich bei einem Nein fühlen.

Marshall Rosenberg identifizierte die Bitte als vierten Schritt der gewaltfreien Kommunikation (nach Beobachtung, Gefühl und Bedürfnis) – und stellte fest, dass es auch der am häufigsten falsch gemachte Schritt ist. Die meisten Menschen stellen Bitten, die eigentlich Forderungen sind: Die Sprache ist höflich, aber die zugrunde liegende Botschaft lautet "gehorche oder trage die Konsequenzen". Der Test ist einfach: Wie fühlen Sie sich, wenn die Antwort Nein ist? Wenn Nein inakzeptabel ist, war die Bitte eine Forderung. Die folgenden Praktiken zeigen, wie man echte Bitten stellt – und was es braucht, darin besser zu werden.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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