Verbindungsbitten von Handlungsbitten unterscheiden

Manchmal brauchen Sie Empathie, manchmal brauchen Sie, dass jemand etwas tut – das sind unterschiedliche Bitten.

Why it works

Rosenberg unterschied zwei Arten von GFK-Bitten: Verbindungsbitten (jemanden bitten, zu spiegeln, wie Sie sich fühlen, oder präsent zu sein) und Handlungsbitten (jemanden bitten, etwas zu tun oder zu lassen). Beides zu vermischen ist eine häufige Ursache von Kommunikationsversagen: Menschen bringen ein Verbindungsbedürfnis mit und bekommen Problemlösung, oder bringen eine Handlungsbitte mit und bekommen Mitgefühl, wo sie eigentlich Handlung brauchten. Die Art der Bitte explizit zu machen beseitigt das Missverstehen.

How to do it

  1. Klären Sie vor jeder Bitte, welche Art Sie brauchen: "Ich muss mich erst gehört fühlen" oder "ich brauche, dass sich etwas ändert".
  2. Benennen Sie den Typ ausdrücklich: "Ich brauche nicht, dass du das löst – ich möchte nur verstanden werden."
  3. Oder: "Ich weiß, ich habe geklagt – was ich eigentlich brauche, ist, dass X passiert."
  4. Fragen Sie danach nach: "Hat dir das gegeben, was du gebraucht hast?"

Evidenz

Die Unterscheidung zwischen emotionaler und instrumenteller Unterstützung ist in der Beziehungs- und Stressforschung gut belegt: nicht passende Unterstützung (die falsche Art zu geben) verringert das Wohlbefinden statt es zu erhöhen. (observational)

Die Forschung zur passenden Unterstützung stützt die Unterscheidung im Prinzip; die GFK-Rahmung als benannter Bitten-Typ ist eine klinische Extrapolation.

Quellen

  • Shrout, P. E., Herman, C. M., & Bolger, N. (2006). The costs and benefits of practical and emotional support on adjustment. Personal Relationships.

Häufiger Fehler

Selbst die falsche Art zu erbitten – viele Menschen bitten um Empathie, wenn sie bereits entschieden haben und Hilfe bei der Planung brauchen, oder bitten um Handlung, wenn sie eigentlich erst gehört werden wollen.

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