Assertivitätstraining, praktisch erklärt
Die klinischen Techniken, die Mechanismen dahinter und eine ehrliche Einschätzung der Evidenz
Wie wird man durchsetzungsfähiger: 6 Fertigkeiten, die funktionieren
Durchsetzungsfähiger zu werden bedeutet, sechs spezifische Fertigkeiten zu erlernen statt eine andere Person zu werden: Ich-Botschaften, die Grammophon-Methode, Fogging, Nein sagen ohne übermäßiges Begründen, negative Assertion und negative Nachfrage. Diese kommen aus der Verhaltenslehrtherapie, werden in der klinischen Praxis eingesetzt und haben robuste experimentelle Unterstützung. Keine ist ein Trick; jede ist eine erlernbare Reaktion.
Assertivität sitzt zwischen zwei Fehlern: Passivität, bei der die eigenen Bedürfnisse geschluckt werden, und Aggression, bei der andere überrannt werden. Die Trainingtradition – verwurzelt in der Verhaltenstherapie – behandelt das Mittel als erlernbare Fertigkeit, nicht als Persönlichkeitsmerkmal. Die folgenden Techniken sind die, die die Literatur am stärksten unterstützt.
Übungen
- Ich-Botschaften verwenden
Eigene Gefühle und Bedürfnisse direkt ausdrücken, ohne die andere Person zu beschuldigen.
- Die Grammophon-Methode
Den eigenen Standpunkt ruhig und ohne Eskalation wiederholen, wenn jemand ihn ignoriert oder umgeht.
- Fogging-Technik: zustimmen ohne nachzugeben
Teilweise Wahrheiten in einer Kritik ruhig anerkennen, ohne die Kernposition aufzugeben.
- Nein sagen ohne übermäßiges Begründen
Bitten direkt ablehnen, ohne lange Erklärungen zu geben oder sich zu entschuldigen.
- Negative Assertion (Fehler ruhig besitzen)
Fehler und Mängel ruhig anerkennen, ohne defensiv zu werden oder übermäßige Selbstkritik zu üben.
- Den Körper mit Worten abstimmen
Körperhaltung, Augenkontakt und Tonfall auf die assertive Botschaft abstimmen.