Fortgeschrittenes Noting – den Akt des Benennens selbst benennen

Richten Sie die Aufmerksamkeit auf den Prozess des Benennens selbst und beobachten Sie, wer das Etikettieren tut und ob der "Benennende" ebenfalls ein mentales Ereignis ist.

Why it works

Das ist der Auf-den-Zeiger-zeigen-Zug: zu bemerken, dass das Gewahrsein, das Erfahrungen benennt, selbst ein beobachtbares Phänomen ist. Das wird in verschiedenen Traditionen "bloßes Gewahrsein" oder "Zeugenbewusstsein" genannt und entspricht dem offenen Überwachungsstil in der Meditationswissenschaft. Es verschiebt sich von "Ich benenne Gedanken" zu "Benennen geschieht" – eine subtilere Form der Ent-Identifikation, die den impliziten Sinn eines unveränderlichen, von der Erfahrung getrennten Beobachters auflösen kann.

How to do it

  1. Erst wenn grundlegendes Noting gut etabliert ist: Richten Sie während einer Sitzung die Aufmerksamkeit kurz auf den Prozess des Benennens selbst.
  2. Fragen Sie still: "Wer benennt?" und beobachten Sie, was auftaucht. Oft erscheint ein weiterer Gedanke oder eine Empfindung – benennen Sie das.
  3. Lassen Sie das kurz und leicht sein; es kann leicht zu einem konzeptuellen Kaninchenbau werden. Passiert das, benennen Sie "Denken" und kehren Sie zum grundlegenden Noting zurück.
  4. Das ist eine Erkundung, kein Ziel. Viele Praktizierende finden grundlegendes Noting praktisch nützlicher.

Evidenz

Die "Beobachter"- oder "Zeugen"-Erkundung ist eine traditionsübergreifende fortgeschrittene Meditationsanweisung ohne direkte klinische Evidenz. Sie entspricht lose der offenen Überwachungsmeditation, zu der eine kleine neurowissenschaftliche Literatur eine andere Default-Mode-Beteiligung als bei fokussierter Aufmerksamkeit zeigt. (mechanistic)

Diese fortgeschrittene Noting-Erkundung ist reine traditionsbasierte Praxis ohne Studienunterstützung; sie eignet sich nur für erfahrene Meditierende und kann bei verfrühter Herangehensweise Orientierungslosigkeit erzeugen.

Häufiger Fehler

Das als philosophische Frage zu behandeln, die es zu lösen gilt – "ich suche mein wahres Selbst". Die Praxis ist beobachtend, nicht konzeptuell. Jede auftauchende Antwort ist nur ein weiteres mentales Ereignis.

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