Optimismus auf den Einsatz kalibrieren

Setze Optimismus ein, wo die Fehlerkosten niedrig sind, und nüchternen Realismus, wo sie hoch sind.

Why it works

Optimismus ist ein Werkzeug, kein Temperament, das man maximieren sollte. In risikoarmen, ausdauerlastigen Situationen erhält Optimismus die Anstrengung aufrecht, die gute Ergebnisse erzeugt; in folgenreichen, unumkehrbaren Situationen verhindert realistische Einschätzung kostspielige Unterbereitung. Das *Urteilsvermögen* zu trainieren, wann welches anzuwenden ist, hält Optimismus adaptiv statt wahllos.

How to do it

  1. Frage vor dem Rahmen einer Situation: Was kostet es mich hier, falsch zu liegen?
  2. Wenn die Kosten niedrig sind und Anstrengung zählt, wähle den optimistischen Rahmen.
  3. Wenn die Kosten hoch oder unumkehrbar sind, führe zuerst eine klarsichtige Risikoeinschätzung durch.

Evidenz

Steht im Einklang mit Seligmans Konzept flexiblen Optimismus und mit Forschung zu defensivem Pessimismus als adaptiver Strategie für manche Menschen in manchen Kontexten — die Evidenz ist größtenteils beobachtend und auf individuellen Unterschieden basierend. (observational)

Abzuschätzen, "was Falschliegen kostet", ist selbst ein Urteil; das Rahmenwerk gibt eine Heuristik, keine präzise Regel.

Quellen

  • Seligman, Learned Optimism (flexible optimism); Norem & Cantor, defensive pessimism research

Häufiger Fehler

Trainierten Optimismus überall anzuwenden, auch vor folgenreichen, unumkehrbaren Entscheidungen, bei denen sorgfältige Risikoeinschätzung den positiven Rahmen übersteuern sollte.

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