Die perennial philosophy, praktisch angewendet

Der gemeinsame kontemplative Kern über Traditionen hinweg — und wie man ihn ohne Dogma anwendet

Was ist die perennial philosophy und wie lebt man sie?

Die perennial philosophy, von Aldous Huxley aus mystischen und kontemplativen Traditionen über Kulturen hinweg synthetisiert, identifiziert einen gemeinsamen inneren Kern: einen göttlichen oder letzten Grund, der aller Existenz zugrunde liegt und durch direkte Erfahrung erkennbar ist; eine innere Natur im Menschen, die zu diesem Erkennen fähig ist; und eine Ethik der Liebe und des Mitgefühls als natürlichen Ausdruck dieser Erkenntnis. Es ist keine wissenschaftliche Theorie, sondern eine philosophische Synthese — ihre Praktiken stützen sich auf kontemplative Traditionen, deren psychologische Wirkungen zunehmend beobachtend und teils experimentell belegt sind.

1945 veröffentlichte Aldous Huxley „The Perennial Philosophy“ — eine Übersicht mystischer Literatur aus christlichen, sufischen, hinduistischen, buddhistischen, taoistischen und indigenen Traditionen, in der er argumentierte, dass sie alle auf dieselben grundlegenden Wahrheiten hinweisen. Er behauptete nicht, sie seien in ihrer Lehre identisch, sondern dass unter den doktrinären Unterschieden ein gemeinsamer praktischer Kern liegt: direktes inneres Erkennen, die Auflösung des isolierten Selbst und die ethische Konsequenz der Erkenntnis der Verbundenheit mit anderen. Diese Praktiken destillieren diesen Kern in anwendbare Form — sie streifen die Dogmen ab und behalten den Mechanismus.

Übungen

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