Zu aufrechter, offener Haltung zurücksetzen

Sitze oder stehe aufrecht mit offener Brust, um deinem Gehirn andere körperliche Beweise zu liefern.

Why it works

Durch Interozeption liest das Gehirn Körpersignale – Haltung, Offenheit, Muskelspannung – als Beweise dafür, wie du dich fühlst, und konstruiert dann teilweise passend dazu Emotion. Eine aufrechte, offene Haltung sendet ein anderes Signal als eine zusammengesackte, geschlossene, weshalb Aufrichten eine kleine, echte Verschiebung von Stimmung und gefühltem Selbstvertrauen erzeugen kann, noch bevor sich äußerlich etwas ändert.

How to do it

  1. Verlängere die Wirbelsäule, lass die Schultern nach hinten unten sinken, öffne die Brust.
  2. Lass den Kopf über den Schultern balancieren, statt nach vorne zu ragen.
  3. Halte es eine Minute und bemerke die Verschiebung, dann lass es zu einem Standard werden, zu dem du zurückkehrst.

Evidenz

Studien finden, dass aufrechte Haltung mit moderaten Verbesserungen der Stimmung und des selbstberichteten positiven Affekts verglichen mit zusammengesackter Haltung verbunden ist, konsistent mit verkörperter Kognition. (observational)

Effekte sind klein und kurzlebig, Stichproben sind bescheiden, und Haltungsstudien sind schwer zu verblinden. Haltung stößt Gefühl an; sie transformiert es nicht.

Quellen

  • Nair et al. (2015), upright posture and affect/self-esteem under stress, Health Psychology

Häufiger Fehler

Zu erwarten, dass eine Haltungsänderung Angst oder gedrückte Stimmung völlig behebt – der Effekt ist ein kleiner Anstoß, und ihn zu überversprechen führt dazu, dass Menschen den echten, moderaten Nutzen abtun.

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