Aufmerksamkeit vor der Bitte auf das relevante Konzept lenken

Fokussiere das Publikum kurz auf ein Konzept, das deine Kernbotschaft natürlich folgen lässt.

Why it works

Priming funktioniert, weil alles, was im Arbeitsgedächtnis präsent ist, färbt, wie nachfolgende Information interpretiert wird. Machst du „Komfort" oder „Vertrauen" präsent – durch eine Frage, ein Bild oder eine Anekdote –, kodiert das Publikum deine Botschaft eher in diesen Begriffen. Das Priming argumentiert nicht für deine Position; es kippt den interpretativen Rahmen, bevor das Argument ankommt.

How to do it

  1. Identifiziere die eine Qualität, die das Publikum mit deiner Botschaft assoziieren soll (Vertrauen, Dringlichkeit, Wärme).
  2. Eröffne mit einer kurzen Geschichte, Frage oder einem Bild, das diese Qualität exemplifiziert – vor deinem Hauptinhalt.
  3. Gehe natürlich vom Priming zur Botschaft über; die Verbindung sollte organisch wirken, nicht erzwungen.
  4. Halte das Priming kurz – ausgedehntes Priming kann manipulativ wirken und nach hinten losgehen.

Evidenz

Priming-Effekte auf Urteil und Verhalten sind in der Sozialkognitionsforschung gut dokumentiert. Cialdinis eigene angewandte Arbeit und die breitere Priming-Literatur stützen das Grundphänomen, wenngleich Replikationsfehlschläge bei manchen Priming-Studien zu Vorsicht mahnen. (observational)

Die breitere Sozial-Priming-Literatur hatte nach 2011 bemerkenswerte Replikationsfehlschläge. Der Aufmerksamkeitssalienz-Mechanismus ist robuster als spezifische Verhaltens-Priming-Effekte – behandle spezifische Priming-Rezepte skeptisch und fokussiere auf das Aufmerksamkeitsprinzip.

Quellen

  • Cialdini (2016), Pre-Suasion: A Revolutionary Way to Influence and Persuade

Häufiger Fehler

Das Priming zu offensichtlich zu machen – bemerkt das Publikum, dass es aufgebaut wird, löst die Technik Reaktanz aus und zerstört den Effekt.

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