Selbst auferlegte Fristen

Binde dich an Zwischenfristen statt an einen einzigen fernen Termin.

Why it works

Gegenwartsverzerrung lässt uns zukünftige Kosten stark abwerten, sodass eine einzige ferne Frist Last-Minute-Gehetze und Qualitätsverfall einlädt. Frühere, verteilte, öffentlich bekannte Fristen zu setzen zieht die Kosten in einen Bereich vor, in dem gegenwartsverzerrte Präferenzen noch reagieren – und verwandelt einen unmöglichen Sprint in mehrere machbare.

How to do it

  1. Zerlege das Ziel in Meilensteine, jeder mit eigenem Datum, nicht nur eine Endfrist.
  2. Mach die Zwischenfristen öffentlich oder jemandem geschuldet, damit sie echtes Gewicht tragen.
  3. Verteile sie gleichmäßig statt hinten zu häufen; der Punkt ist, dir die Klippe zu verwehren.

Evidenz

Ein klassisches Experiment fand, dass Studierende, die sich selbst gleichmäßig verteilte Fristen auferlegten, besser abschnitten als solche mit einer einzigen Semesterendfrist – direkte Evidenz, dass selbst auferlegte Fristen wirken, wenn auch nicht so gut wie extern durchgesetzte. (rct)

Selbst gesetzte Fristen schlagen keine Fristen, unterbieten aber extern durchgesetzte; Menschen geben sich selbst zu viel Spielraum.

Quellen

  • Ariely & Wertenbroch (2002), "Procrastination, Deadlines, and Performance", Psychological Science

Häufiger Fehler

Nur eine Endfrist zu setzen (oder Zwischenfristen ohne Konsequenz), was Gegenwartsverzerrung bis zum letzten Moment wie gar keine Frist behandelt.

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