Fear-Setting (definieren, verhindern, reparieren)

Den schlimmsten Fall detailliert aufschreiben, dann auflisten, wie man ihn verhindern und wie man sich davon erholen würde.

Why it works

Eine moderne, schriftliche Variante: Vage Angst lähmt gerade deshalb, weil sie vage bleibt. Den konkreten schlimmsten Fall zu benennen und dann Präventions- und Reparaturschritte aufzulisten, verwandelt eine Wolke aus Angst in eine endliche, angehbare Liste. Die meisten Ängste schrumpfen drastisch, sobald man schwarz auf weiß sieht, dass der schlimmste Fall überlebbar ist und man konkrete Mittel hat, ihn zu verhindern und zu reparieren.

How to do it

  1. Definieren: Schreibe die konkreten schlimmsten Dinge auf, die passieren könnten, wenn du handelst.
  2. Verhindern: Liste für jedes auf, was du tun könntest, um die Wahrscheinlichkeit zu senken.
  3. Reparieren: Liste für jedes auf, wie du dich erholen würdest, falls es doch passiert – und wäge das gegen die Kosten des Nichthandelns ab.

Evidenz

Dies ist die strukturierte „Fear-Setting“-Übung (popularisiert als schriftliche Premeditatio Malorum). Sie deckt sich mit Dekatastrophisierung in der KVT (das Untersuchen und richtige Einordnen befürchteter Ergebnisse) und mit Umsetzungsabsichten für die Präventions-/Reparaturschritte. Diese Mechanismen sind belegt. (mechanistic)

Die zugrundeliegenden KVT- und Planungsmechanismen sind erforscht; „Fear-Setting“ als benanntes Paket ist praktikerbasierte Empfehlung, kein getestetes Protokoll. Es ist eher Entscheidungshilfe als Therapie für klinische Angst.

Häufiger Fehler

Nach der „Definieren“-Spalte aufzuhören, sodass du deine Ängste anschaulich katalogisiert hast, ohne die Präventions-/Reparaturschritte, die sie entschärfen. Die Erleichterung liegt in der zweiten und dritten Spalte, nicht in der ersten.

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