Kontrollierte Atmung nutzen, um die Erregung während der Exposition zu steuern

Eine kurze, langsame Atemtechnik moduliert die Erregung in schwierigen Expositionsmomenten.

Why it works

Prolonged Exposure lehrt eine einfache Zwerchfellatemtechnik speziell für die Anwendung vor und während Expositionssitzungen — nicht um die Belastung der Exposition zu vermeiden (was ein Sicherheitsverhalten wäre), sondern um die Erregung innerhalb des Toleranzfensters zu halten, damit Extinktionslernen statt Überflutung eintritt. Der verlängerte Ausatemmechanismus reduziert die kardiale Erregung und liefert ein Selbstregulationswerkzeug, das die Klientin im Moment des Belastungshöhepunkts anwenden kann.

How to do it

  1. Atmen Sie langsam durch die Nase ein, 4 Zählzeiten lang.
  2. Atmen Sie langsam aus, 4–6 Zählzeiten lang, vollständig.
  3. Pausieren Sie kurz am Ende der Ausatmung, bevor die nächste Einatmung beginnt.
  4. Üben Sie diesen Rhythmus, wenn Sie nicht belastet sind, damit er bei Bedarf automatisch verfügbar ist.
  5. Wenden Sie ihn vor dem Betreten einer gefürchteten Situation und bei Erregungshöhepunkten während der Exposition an — nicht als Flucht, sondern als Regulationswerkzeug.

Evidenz

Langsame Zwerchfellatmung ist gut belegt, um akute autonome Erregung zu reduzieren. Ihre spezifische Rolle innerhalb von PE ist die eines Bewältigungswerkzeugs, das das Toleranzfenster aufrechterhält; die Atmung gilt nicht als das aktive Behandlungselement, sondern als Stützstruktur darum herum. (observational)

Bei PE wird Atmung ausdrücklich nicht als Vermeidung eingesetzt — wenn sie als Fluchtweg aus der Belastung statt als deren Bewältigung während der Exposition angewendet wird, wird sie zum Sicherheitsverhalten und verwässert den Extinktionseffekt.

Quellen

  • Lehrer & Gevirtz (2014), HRV biofeedback and slow breathing, Frontiers in Psychology

Häufiger Fehler

Kontrollierte Atmung als Flucht vor der Belastung statt als Regulationswerkzeug innerhalb der Exposition nutzen. Der Unterschied liegt darin, ob Sie sich dem gefürchteten Reiz beim Atmen weiter nähern (gut) oder sich zum Atmen zurückziehen, um dem Reiz auszuweichen (kontraproduktiv).

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