Kognitionen nach einer Expositionssitzung verarbeiten

Besprechen Sie nach jeder imaginativen Exposition, was aufgekommen ist — die feststeckenden Bedeutungen und Überzeugungen — nicht nur den Belastungsgrad.

Why it works

Foas emotionale Verarbeitungstheorie geht davon aus, dass PTBS durch zwei Arten von Problemen aufrechterhalten wird: übermäßige Angst, die Exposition reduziert, und feststeckende Bedeutungen — Überzeugungen wie "die Welt ist vollkommen gefährlich" oder "ich bin dauerhaft beschädigt" —, die Exposition allein nicht immer verändert. Die Nachbesprechung zielt auf diese feststeckenden Kognitionen ab und untersucht, wie sie zur Evidenz passen und ob sie sich im Verlauf der Expositionsarbeit verändert haben. Dies ist die kognitive Komponente, die PE neben der verhaltensbezogenen Exposition einbezieht.

How to do it

  1. Nach jeder imaginativen Exposition stellt die Fachperson offene Fragen: "Was ist Ihnen aufgefallen? Was hat das über Sie selbst oder die Welt aufgebracht?"
  2. Die Klientin formuliert feststeckende Überzeugungen (nicht als Hinwendung zu einer "richtigen" Antwort).
  3. Die Fachperson untersucht, ob die Expositionserfahrung Evidenz liefert, die der feststeckenden Bedeutung widerspricht.
  4. Dies ist kein sokratisches Infragestellen — es hilft der Klientin, zu bemerken, was die Exposition tatsächlich offenbart hat.

Evidenz

Die emotionale Verarbeitungstheorie ist das grundlegende Modell von PE. Die Komponente der Nachbesprechung ist integraler Bestandteil des klinischen Protokolls, wurde aber in PE-Dismantling-Studien nicht als eigene Variable isoliert. Die kognitive Komponente steht im Einklang mit dem breiteren kognitiven Verarbeitungsmodell von PTBS. (clinical)

Die Nachbesprechung ist eine klinische Standardkomponente; ihr eigenständiger Beitrag gegenüber der Exposition selbst wurde in PE-Dismantling-Studien experimentell nicht isoliert.

Quellen

  • Foa & Kozak (1986), emotional processing theory, Psychological Bulletin

Häufiger Fehler

Die Nachbesprechung nutzen, um zu beruhigen ("Sie sind jetzt sicher"), statt echt zu erkunden, was aufgekommen ist. Vorzeitige Beruhigung umgeht die eigene Verarbeitung der Klientin und gibt die Deutungshoheit an die Fachperson statt an die Klientin zurück.

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