Kognitionen nach einer Expositionssitzung verarbeiten
Besprechen Sie nach jeder imaginativen Exposition, was aufgekommen ist — die feststeckenden Bedeutungen und Überzeugungen — nicht nur den Belastungsgrad.
Why it works
Foas emotionale Verarbeitungstheorie geht davon aus, dass PTBS durch zwei Arten von Problemen aufrechterhalten wird: übermäßige Angst, die Exposition reduziert, und feststeckende Bedeutungen — Überzeugungen wie "die Welt ist vollkommen gefährlich" oder "ich bin dauerhaft beschädigt" —, die Exposition allein nicht immer verändert. Die Nachbesprechung zielt auf diese feststeckenden Kognitionen ab und untersucht, wie sie zur Evidenz passen und ob sie sich im Verlauf der Expositionsarbeit verändert haben. Dies ist die kognitive Komponente, die PE neben der verhaltensbezogenen Exposition einbezieht.
How to do it
- Nach jeder imaginativen Exposition stellt die Fachperson offene Fragen: "Was ist Ihnen aufgefallen? Was hat das über Sie selbst oder die Welt aufgebracht?"
- Die Klientin formuliert feststeckende Überzeugungen (nicht als Hinwendung zu einer "richtigen" Antwort).
- Die Fachperson untersucht, ob die Expositionserfahrung Evidenz liefert, die der feststeckenden Bedeutung widerspricht.
- Dies ist kein sokratisches Infragestellen — es hilft der Klientin, zu bemerken, was die Exposition tatsächlich offenbart hat.
Evidenz
Die emotionale Verarbeitungstheorie ist das grundlegende Modell von PE. Die Komponente der Nachbesprechung ist integraler Bestandteil des klinischen Protokolls, wurde aber in PE-Dismantling-Studien nicht als eigene Variable isoliert. Die kognitive Komponente steht im Einklang mit dem breiteren kognitiven Verarbeitungsmodell von PTBS. (clinical)
Die Nachbesprechung ist eine klinische Standardkomponente; ihr eigenständiger Beitrag gegenüber der Exposition selbst wurde in PE-Dismantling-Studien experimentell nicht isoliert.
Quellen
- Foa & Kozak (1986), emotional processing theory, Psychological Bulletin
Häufiger Fehler
Die Nachbesprechung nutzen, um zu beruhigen ("Sie sind jetzt sicher"), statt echt zu erkunden, was aufgekommen ist. Vorzeitige Beruhigung umgeht die eigene Verarbeitung der Klientin und gibt die Deutungshoheit an die Fachperson statt an die Klientin zurück.
Übe das mit IX Coach
More practices for Prolonged Exposure Therapy: Prinzipien, Praktiken und Evidenz
- Eine Vermeidungshierarchie aufbauen
Listen Sie die Situationen, Orte, Menschen und Gedanken auf, die Sie vermeiden — geordnet vom am wenigsten bis zum am meisten Gefürchteten.
- Vermiedene Situationen systematisch annähern (In-vivo-Exposition)
Betreten Sie bewusst gefürchtete, aber objektiv sichere Situationen, bleiben Sie lange genug, damit die Angst nachlässt, und wiederholen Sie das.
- Imaginative Exposition verstehen: die traumatische Erinnerung bewusst wieder aufsuchen
Bei imaginativer Exposition sucht die Person die traumatische Erinnerung detailliert wieder auf, damit das Gehirn sie als vergangenes Ereignis verarbeiten kann.
- Den PTBS-Zyklus verstehen — Aufklärung ist Teil der Behandlung
Zu verstehen, warum PTBS so funktioniert, reduziert Selbstvorwürfe und macht die Logik der Exposition glaubwürdig.
- Kontrollierte Atmung nutzen, um die Erregung während der Exposition zu steuern
Eine kurze, langsame Atemtechnik moduliert die Erregung in schwierigen Expositionsmomenten.
Verwandte Konzepte
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The extinction mechanism, the hierarchy, and self-guided principles that hold up
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A structured approach to processing traumatic memory — what works and what we still debate