Nutze Umkehr-Brainstorming, um Fehlermodi zu finden

Frag „Wie würden wir das zum Scheitern bringen?“ statt „Wie erreichen wir Erfolg?“

Why it works

Vorwärts-Brainstorming (wie man Erfolg hat) verstärkt tendenziell die bestehende Richtung des Plans, weil das Team bereits auf das Ziel ausgerichtet ist. Die Frage umzukehren – aktiv Wege zu erzeugen, den Plan scheitern zu lassen – aktiviert andere Assoziationen und entfernt den Optimismus-Bias, den Vorwärtsplanung mit sich bringt. Menschen, die zögern würden, ein Risiko direkt anzusprechen, decken es oft begeistert auf, wenn es als Sabotage gerahmt wird.

How to do it

  1. Nenne das Ziel des Plans, dann frag: „Wenn wir sicherstellen wollten, dass das so vollständig wie möglich scheitert, was würden wir tun?“
  2. Erzeug Fehlermodi ohne Filter – der Punkt ist Menge und Vorstellungskraft, noch nicht Realismus.
  3. Kehr dann um: Frag für jeden Fehlermodus „Tut irgendein Teil unseres aktuellen Plans das versehentlich?“
  4. Die Überschneidungen zwischen der Sabotageliste und dem aktuellen Plan sind die Risikoprioritäten.

Evidenz

Umkehr-Brainstorming ist eine Praktikertechnik im Design Thinking und Risikomanagement. Der zugrunde liegende Mechanismus – dass Negation andere Wissensstrukturen aktiviert – deckt sich mit Kreativitätsforschung, auch wenn die konkrete Technik nicht unabhängig gut untersucht ist. (mechanistic)

Die mechanistische Begründung ist solide; ob Umkehr-Brainstorming gut moderiertes Vorwärts-Brainstorming oder Pre-Mortem-Analyse in realen Settings übertrifft, wurde nicht direkt verglichen.

Häufiger Fehler

Fehlermodi während der Generierung zu filtern („das würde ja nicht wirklich passieren“), statt die Liste zunächst unordentlich sein zu lassen. Der Filterschritt kommt nach der Generierung; vorzeitiges Filtern lässt Teams ihre tatsächlichen Schwachstellen verpassen.

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