Selbst-als-Kontext (Beobachtendes Selbst), praktisch erklärt
Von Selbstgeschichten zurücktreten zu der Perspektive, die immer schon da ist
Was ist Selbst-als-Kontext in ACT (das beobachtende Selbst)?
Selbst-als-Kontext ist ein ACT-Konzept, entwickelt von Steven Hayes, das das stabile „Du, das bemerkt“ von den Gedanken, Gefühlen und Geschichten unterscheidet, die durch deinen Kopf ziehen. Es zu üben reduziert die Bedrohung durch schmerzhafte Selbstgeschichten, indem es die Identität von dem verschiebt, was du denkst und fühlst, hin zu der Perspektive, die es beobachtet. Innerhalb von ACT ist die Unterstützung theoretisch stark; direkte experimentelle Isolierung dieses Prozesses ist begrenzter als für Defusion oder Akzeptanz.
Die meisten von uns identifizieren sich mit dem Inhalt ihres Geistes – dem Kritiker, dem Sorgenmacher, dem selbst gelabelten „Versager“ oder „Betrüger“. Selbst-als-Kontext bietet einen anderen Standpunkt: den Beobachter, der all diese Gedanken über dein ganzes Leben hinweg hat kommen und gehen sehen. Von dort aus wird eine schmerzhafte Selbstgeschichte zu etwas, das du hast, nicht etwas, das du bist. Die folgenden Praktiken bauen diese Perspektive erlebnisorientiert auf – nicht als philosophisches Rätsel, sondern als gefühlten Wandel, zu dem du zurückkehren kannst.
Übungen
- Bemerke den Bemerkenden
Finde den Teil von dir, der den Gedanken beobachtet – und erkenne, dass er nicht der Gedanke ist.
- Trenne das Selbst von der Selbstgeschichte
Halte ein Selbstlabel („ich bin ein ängstlicher Mensch“) als Inhalt, den dein Beobachter betrachten kann, nicht als Identität.
- Finde das kontinuierliche Selbst unter wechselnden Inhalten
Erkenne die Perspektive, die durch jedes Kapitel deines Lebens hindurch präsent war.
- Kehre in schwierigen emotionalen Momenten zum Beobachter zurück
Wenn du von Emotion überflutet wirst, tritt kurz zur beobachtenden Perspektive zurück, bevor du reagierst.
- Nutze die Schachbrett-Metapher, um die Perspektive zu verankern
Du bist das Brett, auf dem Gedanken und Gefühle spielen – nicht eine der Figuren.
- Bemerke und benenne Erfahrung aus der Beobachterposition
Beschreibe, was innerlich geschieht, in der dritten Person des Beobachters, nicht der ersten Person des Inhalts.
Übe das mit IX Coach
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