Peer-spezifische soziale Bewährtheit nutzen, keine generische Beliebtheit

"Menschen wie Sie tun das" überzeugt weit mehr als "viele Leute tun das".

Why it works

Soziale Bewährtheit ist am stärksten, wenn die Referenzgruppe als ähnlich zum Entscheider wahrgenommen wird. Wir orientieren uns an ähnlichen anderen, weil wir annehmen, dass sie mit derselben Situation konfrontiert sind und sich auf dasselbe Informationsumfeld kalibriert haben. Generische Beliebtheit (Tausende Kunden) liefert ein schwächeres Signal als spezifische Peer-Identifikation ("Fachleute in Ihrem Feld", "Menschen mit Ihrer Herausforderung").

How to do it

  1. Die spezifischste, ähnlichste Untergruppe zur Person identifizieren, die Sie beeinflussen wollen.
  2. Soziale Bewährtheit aus dieser Gruppe liefern, nicht aus Ihrer breitesten möglichen Nutzerbasis.
  3. Die Ähnlichkeitsdimension explizit benennen: "andere Erstführungskräfte", "Menschen, die nach 40 ihre Fitness wiederaufbauen".

Evidenz

Goldstein, Cialdini & Griskevicius (2008) führten ein Feldexperiment zur Handtuchwiederverwendung im Hotel durch, das zeigte, dass regional zugeschnittene soziale Bewährtheit ("Gäste in diesem Zimmer verwenden ihre Handtücher wieder") generische soziale Bewährtheit ("die meisten Gäste verwenden Handtücher wieder") übertraf, was den Ähnlichkeits-Spezifitätsvorteil demonstriert. (observational)

Feldexperimente wie dieses sind ökologisch valide, aber kontextspezifisch; die Verallgemeinerung auf alle Überzeugungssituationen ist plausibel, sollte aber Domäne für Domäne überprüft werden.

Quellen

  • Goldstein, Cialdini & Griskevicius (2008), A room with a viewpoint, Journal of Consumer Research

Häufiger Fehler

Den breitestmöglichen Anspruch auf soziale Bewährtheit nutzen ("Millionen Kunden"), wenn das Publikum eine relevantere Peer-Gruppe identifizieren kann — der generische Anspruch liest sich als Ausweichen statt als Signal.

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