Wiederkehrende Mustererkennung
Benennen Sie ein Muster, das Sie über verschiedene Kontexte hinweg wiederholen, und verfolgen Sie, wo es begann.
Why it works
Muster werden nur sichtbar, wenn wir von einzelnen Ereignissen zurücktreten und die Abfolge betrachten. Ein Muster zu benennen gibt ihm einen Griff — einmal etikettiert, kann das Gehirn den Beginn des Musters in zukünftigen Zyklen früher bemerken. Seinen Ursprung zu verfolgen (ohne Schuldzuweisung) fügt das Verständnis hinzu, warum das Muster einst sinnvoll war, was seine automatische Autorität lockert.
How to do it
- Schreiben Sie die letzten drei Male auf, an denen Sie dieselbe unangenehme Emotion in unterschiedlichen Situationen fühlten.
- Suchen Sie nach dem gemeinsamen Faden — was hatten die Situationen gemeinsam?
- Benennen Sie das Muster in einem Satz („ich ziehe mich zurück, wenn ich mich zu Unrecht kritisiert fühle“).
- Fragen Sie, wann Sie zum ersten Mal lernten, dass diese Reaktion nützlich oder nötig war.
Evidenz
Mustererkennung ist ein grundlegendes Element psychodynamischer und Schematherapien, die beide beobachtende und einige Studiennachweise für langfristige Persönlichkeitsveränderung haben. Das Benennen emotionaler Muster wird auch durch Forschung zum Affect Labeling gestützt. Kircanski et al. (2012) erweitern Liebermans Neuroimaging-Befund in einen therapeutischen Kontext und zeigen, dass das Verbalisieren von Gefühlen die Ergebnisse der Expositionstherapie messbar verbessert. (clinical)
Die Rückverfolgungskomponente ist psychodynamisch motiviert; kausale Behauptungen über kindliche Ursprünge sind generell schwer zu verifizieren und sollten behutsam gehalten werden.
Quellen
- Lieberman et al. (2007), affect labelling reduces amygdala activation, Psychological Science
- Lieberman, M. D., Eisenberger, N. I., Crockett, M. J., Tom, S. M., Pfeifer, J. H., & Way, B. M. (2007). Putting feelings into words: Affect labeling disrupts amygdala activity in response to affective stimuli. Psychological Science, 18(5), 421-428.
- Kircanski, K., Lieberman, M. D., & Craske, M. G. (2012). Feelings into words: Contributions of language to exposure therapy. Psychological Science, 23(10), 1086-1091.
Häufiger Fehler
Das Muster einmal zu identifizieren und dabei stehenzubleiben — das Muster bleibt automatisch, bis Sie es im Moment erkennen, was Wiederholung über Wochen erfordert.
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