Verlängerte Ausatmung

Die Ausatmung relativ zur Einatmung verlängern, um das Nervensystem schnell herunterzuregulieren.

Why it works

Eine längere Ausatmung erhöht die parasympathische (vagale) Aktivität, senkt die Herzfrequenz und erhöht die Herzfrequenzvariabilität – ein Marker für Ruhe und Selbstregulation. Das ist einer der wenigen schnellen, zuverlässigen Hebel für autonome Erregung, diskret in fast jeder Situation nutzbar.

How to do it

  1. Vier Zählzeiten einatmen, sechs bis acht langsam ausatmen.
  2. Durch die Nase in den Bauch atmen, nicht in den oberen Brustkorb.
  3. Zwei bis fünf Minuten fortfahren, die Ausatmung dabei unforciert halten.

Evidenz

Langsam getaktetes Atmen (etwa sechs Atemzüge pro Minute) erhöht in mehreren Studien zuverlässig die Herzfrequenzvariabilität und reduziert selbstberichteten Stress und Angst. (rct)

Die Effekte sind real, aber akut und moderat; Atmung reguliert den Zustand im Moment, statt den zugrunde liegenden Stressor zu lösen.

Häufiger Fehler

Große, schnelle Einatmungen zu erzwingen, was die Erregung erhöhen oder Schwindel verursachen kann; der Hebel ist die langsame, lange Ausatmung, nicht das Lungenvolumen.

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