Den Brunnen füllen

Bewusst sinnliche, neue Erfahrungen aufnehmen, damit es etwas gibt, aus dem man schöpfen kann.

Why it works

Cameron rahmt Vorstellungskraft als inneres Reservoir von Bildern und Eindrücken, das kreative Arbeit aufbraucht. „Den Brunnen füllen“ ist bewusster, sensorischer Input – Aufmerksamkeit für Farbe, Textur, Klang, Ort –, der Rohmaterial für später auffüllt. Output ohne Input versiegt irgendwann; das hält die Quelle versorgt.

How to do it

  1. Regelmäßige, sinnliche, aufmerksamkeitsreiche Erfahrungen einplanen (Natur, Musik, neue Orte).
  2. Die Sinne bewusst einsetzen, statt passiv am Bildschirm zu konsumieren.
  3. Input als Teil der Arbeit behandeln, nicht als Ablenkung davon.

Evidenz

Deckt sich mit Arbeit zu Inkubation und zu neuartigen/vielfältigen Erfahrungen im Zusammenhang mit kreativer Kognition. Der „Brunnen“ ist eine Metapher, und die konkrete Praxis ist Praktiker-Ratschlag, kein getestetes Protokoll. (mechanistic)

Inkubation und Neuheit haben Forschungsverbindungen zu Kreativität; die Reservoir-Metapher und die Vorschrift sind Camerons Rahmung.

Häufiger Fehler

Passives Scrollen als Füllen des Brunnens zu zählen – es ist die aktive, sensorische, neue Aufmerksamkeit, die das Reservoir auffüllt, nicht Hintergrundkonsum.

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