Leseentzug ausprobieren
Konsum von Input kurzzeitig unterbrechen, um deine eigenen kreativen Impulse hervorzuholen.
Why it works
Camerons kontraintuitiver Schritt ist, vorübergehend aufzuhören, die Worte und Medien anderer zu konsumieren. Ständiger Input kann eine ausgeklügelte Form der Vermeidung sein – jeden ruhigen Moment zu füllen, sodass die eigenen Ideen nie zu Wort kommen. Die Inputs zu entfernen schafft eine produktive Unruhe, die sich oft ins Erschaffen statt ins Konsumieren umlenkt.
How to do it
- Ein kurzes Zeitfenster wählen (ihre Version ist eine Woche; sogar ein bis zwei Tage funktionieren), um Freizeitlektüre und Feeds zu meiden.
- Das Unbehagen und den Drang, es zu füllen, bemerken – und etwas davon ins Erschaffen fließen lassen.
- Beobachten, wonach du greifst, wenn die üblichen Inputs nicht verfügbar sind.
Evidenz
Keine formale Studie stützt speziell Leseentzug. Es überschneidet sich lose mit Ideen zu Langeweile und Gedankenwandern im Zusammenhang mit Kreativität, ist aber wie vorgeschrieben eindeutig ein Praktikerexperiment, keine evidenzbasierte Technik. (anecdotal)
Rein Praktikerbasiert; als optionales Selbstexperiment zu behandeln. Nicht ratsam, es so auszuweiten, dass nötige Information oder Verbindung abgeschnitten wird.
Häufiger Fehler
Lesen gegen einen anderen passiven Input (Fernsehen, Scrollen) zu tauschen und dabei den Punkt zu verfehlen, nämlich die Stille dich zum Erschaffen von etwas drängen zu lassen.
Übe das mit IX Coach
More practices for Der Weg des Künstlers, praktisch erklärt
- Morgenseiten
Drei Seiten handschriftliches, Bewusstseinsstrom-Schreiben gleich als Erstes, für niemanden außer dich.
- Künstler-Dates
Ein wöchentlicher Solo-Ausflug zu etwas Spielerischem und Auffüllendem – allein, absichtlich.
- Den inneren Kritiker benennen und entschärfen
Gib der kritischen Stimme einen Namen und erkenne sie als Figur, nicht als Wahrheit.
- Den Brunnen füllen
Bewusst sinnliche, neue Erfahrungen aufnehmen, damit es etwas gibt, aus dem man schöpfen kann.
- Mit Affirmationen und „Blurts“ arbeiten
Die negativen Überzeugungen über deine Kreativität aufdecken („Blurts“) und ihnen dann bewusst entgegenwirken.