Frag „Und was noch?"

Die erste Antwort ist selten die wichtigste — „Und was noch?" holt die heraus, die tatsächlich zählt.

Why it works

Das Erste, was jemand sagt, ist meist die naheliegendste Antwort, nicht die tiefste. „Und was noch?" (AWE) erzeugt eine zweite und dritte Verarbeitungsrunde: Die Person muss über das Offensichtliche hinausgreifen und kommt oft bei etwas Überraschenderem oder Genauerem an. Es ist auch ein Signal echter Neugier — dass du ihr vollständiges Denken willst, nicht nur genug, um mit Beraten zu beginnen. Wiederholte Nutzung konditioniert die andere Person, weiter zu erkunden, statt auf deine Antwort zu warten.

How to do it

  1. Frag nach jeder substanziellen Antwort „Und was noch?" — mindestens einmal, meist zweimal.
  2. Stell die Frage mit echter Neugier, nicht als Routinewiederholung — der Ton zählt genauso wie die Worte.
  3. Hör auf zu fragen, wenn die Person signalisiert, alles gesagt zu haben: „Ich glaube, das war's" ist eine echte Antwort.
  4. Nutze „Und was noch?" nicht nach jedem einzelnen Satz — selektive Nutzung ist wirkungsvoller als mechanische Nutzung.

Evidenz

Nachfragen, die zur Ausführung einladen, erzeugen in der Interview- und Erhebungsforschung durchgängig reichhaltigere, genauere und vollständigere Antworten. „Und was noch?" ist eine minimal-inhaltliche Sonde, die das ohne Rahmenvorgabe erreicht. (mechanistic)

Die Forschung zu Nachfrage-Sonden stammt aus Interview- und Forschungsmethodik-Kontexten; die Coaching-Anwendung ist eine Praktiker-Schlussfolgerung. Übernutzung erzeugt Irritation, was die Wirksamkeit begrenzt.

Häufiger Fehler

„Und was noch?" so häufig zu nutzen, dass es zum Tick wird — Menschen behandeln es dann als Lückenfüller statt als echte Einladung, und die Frage verliert ihre Zugkraft.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Coaching leicht gemacht: Sieben Fragen für mehr Coach-Qualität

Verwandte Konzepte