Das Gefühlsrad: emotionales Vokabular aufbauen

Von „gut“ und „schlecht“ zu präziser emotionaler Benennung

Was ist das Gefühlsrad, und wie nutzt man es?

Das Gefühlsrad, 1982 von der Beraterin Gloria Willcox entwickelt, ist ein visuelles Werkzeug, das Emotionen in konzentrischen Ringen organisiert – von sechs Kernemotionen (froh, wütend, traurig, ängstlich, angewidert, mächtig) nach außen zu zunehmend spezifischen, nuancierten Gefühlen. Es hilft Menschen, ihre emotionale Erfahrung präziser zu benennen – eine Fähigkeit, die Forschung emotionale Granularität nennt –, die mit besserer emotionaler Regulation und geringerer Belastung in Verbindung gebracht wird.

Die meisten Menschen operieren mit einem dünnen emotionalen Vokabular: glücklich, traurig, gestresst, gut, schlecht. Gloria Willcox entwarf das Gefühlsrad als praktisches Werkzeug, um von diesem groben Vokabular zu den Dutzenden distinkten emotionalen Zuständen zu gelangen, die tatsächlich unterschiedliches Verhalten antreiben und unterschiedliche Reaktionen erfordern. Forschung von Lisa Feldman Barrett und anderen zu emotionaler Granularität bestätigt, dass Menschen, die feinere emotionale Unterscheidungen treffen können, wirksamer regulieren – die genaue Geschmacksnote von Belastung zu benennen gibt Gehirn und Nervensystem präzisere Ziele zum Arbeiten.

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