Selbst 2 vertrauen – dem Körper ein Bild geben, keine Anweisungen

Setzen Sie das Ziel in lebendigen sensorischen Begriffen und lassen Sie den Körper dann ohne bewusste Lenkung ausführen.

Why it works

Explizite motorische Anweisung – „Ellbogen hoch, Gewicht auf dem linken Fuß, durchziehen" – verbraucht Arbeitsgedächtnis und mindert die Flüssigkeit gut gelernter Bewegungen, indem sie sie schrittweiser bewusster Kontrolle unterwirft. Stattdessen ein Bild oder ein Gefühls-Ziel zu geben („sieh den Bogen, spüre den Abschluss") erlaubt dem impliziten motorischen System, das gesamte Muster gleichzeitig zu integrieren – so läuft automatische Fertigkeit tatsächlich. Das ist kein Glaube – es ist die korrekte Zuweisung bewusster Kontrolle zu dem, was bewusste Kontrolle tatsächlich verbessern kann.

How to do it

  1. Identifizieren Sie vor einer Leistung, was Sie in sensorischen oder Bild-Begriffen erreichen möchten: Wie sieht und fühlt sich die ideale Ausführung an?
  2. Setzen Sie dieses Bild einmal klar – lassen Sie dann das „Wie" los und vertrauen Sie, dass der Körper den Weg kennt.
  3. Halten Sie während der Ausführung das Bild, ohne dem Körper Schritt für Schritt Anweisungen zu geben.
  4. Beobachten Sie nach der Ausführung sensorisch, was passiert ist, bevor Sie analysieren, was anzupassen ist.

Evidenz

Bildbasierte Ziele übertreffen schrittweise instruktive Ziele bei gut gelernten motorischen Aufgaben. Analogielernen (Bereitstellen einer Bewegungsmetapher) und Prozessvorstellung erzeugen durchgängig bessere Behaltensleistung unter Druck als explizite Anweisung. (observational)

Die Evidenz stützt Bild/Analogie gegenüber expliziter Anweisung für gut gelernte Fertigkeiten; für noch zu erlernende Fertigkeiten ist etwas explizite Anweisung nötig, bevor „Vertrauen" angemessen wird.

Quellen

  • Lam, Maxwell & Masters (2009), analogy versus explicit learning of a modified basketball free throw, Journal of Sports Sciences

Häufiger Fehler

Selbst 2 zu vertrauen, bevor die Fertigkeit hinreichend automatisiert ist – bei genuin neuen oder schlecht gelernten Bewegungen ist explizite Aufmerksamkeit korrekt. Der Vertrauensschritt gilt für geübte Fertigkeiten unter Druck, nicht für frühes Lernen.

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