Erweitere den öffentlichen Bereich durch bewusste Selbstoffenbarung

Teile mit, was du über dich weißt und andere nicht — und verkleinere so den verborgenen Quadranten.

Why it works

Der verborgene Quadrant enthält Informationen, die du bewusst nicht geteilt hast — Sorgen, Vorlieben, Unsicherheiten und Beweggründe, die andere eher aus deinem Verhalten erschließen müssen, als sie direkt zu erfahren. Diesen Bereich durch angemessene Offenheit zu verkleinern, verbessert die Kommunikationseffizienz (andere müssen nicht raten), baut Vertrauen durch die Wechselseitigkeit des Offenbarens auf und verringert die kognitive Last, verwalten zu müssen, was bekannt ist und was nicht.

How to do it

  1. Identifiziere etwas im verborgenen Quadranten, das für deine Arbeit oder Beziehung relevant ist, und teile es angemessen.
  2. Beginne mit Offenlegungen mit geringem Risiko — eine Sorge zu einem Projekt, eine Vorliebe zur Kommunikation — bevor du tiefer gehst.
  3. Bemerke, was du zurückhältst, und frage dich, ob die Kosten des Zurückhaltens das Risiko des Teilens übersteigen.
  4. Passe die Tiefe der Offenheit an das Vertrauensniveau der Beziehung an — zu viel Offenheit ist genauso problematisch wie zu wenig.

Evidenz

Angemessene Selbstoffenbarung gehört zu den am zuverlässigsten untersuchten positiven Einflüssen auf zwischenmenschliches Vertrauen und Nähe; die Wechselseitigkeit der Offenheit — Offenheit lädt zu Offenheit ein — baut Verbindung und gegenseitiges Verständnis auf. Die Metaanalyse von Collins und Miller beziffert den Zusammenhang zwischen Offenheit und Sympathie, und Laurenceau und Kollegen zeigen, dass Nähe speziell dann wächst, wenn Offenheit auf wahrgenommene Reaktionsbereitschaft des Partners trifft — nicht durch Offenheit allein. (observational)

Zu viel Offenheit in der falschen Beziehung oder im falschen Kontext kann Vertrauen eher verringern als aufbauen; die Kalibrierung der angemessenen Offenheitstiefe zur Beziehungstiefe ist die entscheidende Fähigkeit.

Quellen

Häufiger Fehler

Den verborgenen Quadranten als reines Risiko zu behandeln — alles verborgen zu halten, um Kontrolle zu bewahren —, obwohl die Kosten dafür, dass andere von falschen Annahmen ausgehen, oft höher sind als die Kosten der Offenheit.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Das Johari-Fenster

Verwandte Konzepte