Der Medici-Effekt: Innovation an der Schnittstelle

Fachgrenzen überschreiten, vielfältige Netzwerke aufbauen, und wie interdisziplinäres Denken wirklich funktioniert

Wie befeuert das Kombinieren von Fachgebieten bahnbrechende Innovation?

Frans Johanssons Medici-Effekt besagt, dass die originellsten Innovationen an der "Schnittstelle" entstehen — dort, wo Konzepte aus verschiedenen Disziplinen, Kulturen oder Bereichen aufeinandertreffen und sich auf unerwartete Weise verbinden. Das Modell steht im Einklang mit Forschung zu analogem Denken und dem Wert vielfältiger Wissensnetzwerke für kreative Leistung; das Buch selbst ist eher eine Praktiker-Synthese als eine Forschungsstudie.

Frans Johansson prägte den "Medici-Effekt" in seinem Buch von 2004, benannt nach der Medici-Familie, die im Florenz der Renaissance Künstler, Wissenschaftler, Philosophen und Kaufleute zusammenbrachte und so eine Explosion fachübergreifender Innovation hervorbrachte. Die Kernbehauptung: "gerichtete" Innovation — Verbesserung innerhalb eines einzigen Feldes — verläuft schrittweise, während "interdisziplinäre" Innovation — die Kombination von Ideen über Felder hinweg — exponentielle Durchbrüche erzeugt. Es folgen die Praktiken, die interdisziplinäres Denken zu einer täglichen Gewohnheit statt einem glücklichen Zufall machen.

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