Das IZOF-Profil erweitern, um positive und negative Emotionen einzubeziehen

Kartieren Sie, welche Emotionen – nicht nur Angst – für Ihre Leistung funktional sind, und welche dysfunktional.

Why it works

Hanin erweiterte die ursprünglich angstfokussierte IZOF zu einem vollständigen Emotionsprofilierungsmodell: jeder Athlet hat eine Reihe von Emotionen (positiv und negativ), die mit bester Leistung assoziiert sind, und eine andere Reihe, die mit schlechtester Leistung assoziiert ist. Manche Athleten leisten am besten mit vorhandenem Ärger; andere leisten am schlechtesten, wenn irgendein Ärger vorhanden ist. Diese vollständige Profilierung erlaubt dem Athleten, die spezifische emotionale Signatur seines besten Leistungszustands zu erkennen und sie entweder zu kultivieren oder zu bemerken, wenn sie fehlt, und zu handeln.

How to do it

  1. Bewerten Sie mit derselben Best/Worst-Leistungsliste aus der IZOF-Kartierung die Intensität von 8–10 Emotionen (Zuversicht, Ärger, Aufregung, Traurigkeit, Ruhe, Entschlossenheit, Anspannung, Langeweile) vor jeder Leistung.
  2. Identifizieren Sie, welche Emotionen bei hoher Intensität vor besten Leistungen stehen (funktional positiv und negativ) und welche schlechtesten Leistungen vorausgehen (dysfunktional).
  3. Bauen Sie Ihre persönliche optimale emotionale Signatur auf: die spezifische Kombination von Emotionen, die Ihrem Höhepunkt vorausgeht.
  4. Prüfen Sie vor Wettkämpfen Ihren aktuellen emotionalen Zustand gegen die Signatur und identifizieren Sie, was fehlt oder überschüssig ist.

Evidenz

Das erweiterte IZOF-Modell wurde über mehrere Sportpopulationen hinweg validiert; Studien bestätigen, dass individuelle optimale emotionale Profile idiosynkratisch sind – dieselbe Emotion (z. B. Ärger) kann für einen Athleten funktional und für einen anderen dysfunktional sein. (observational)

Die Profilierungsmethode beruht auf Selbstbericht und retrospektivem Rückruf; emotionales Selbstbewusstsein variiert stark zwischen Athleten, und ungenaue Emotionsbeschriftung reduziert die Profilvalidität.

Quellen

  • Robazza, Pellizzari & Hanin (2004), emotion self-regulation and athletic performance, Psychology of Sport and Exercise

Häufiger Fehler

Anzunehmen, dass positive Emotionen immer funktional und negative immer dysfunktional sind – IZOF-Forschung widerlegt dies explizit. Für manche Athleten ist Ärger oder Anspannung ein Leistungsvorteil, der nicht wegmanagt werden sollte.

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