Beschreibendes Lob statt generischer Zustimmung nutzen

Sagen Sie dem Kind genau, was es richtig gemacht hat, damit es weiß, was es wiederholen soll.

Why it works

Generisches Lob („braves Kind“) liefert keine Information darüber, welches Verhalten die Belohnung ausgelöst hat. Beschreibendes Lob („Du hast deine Schuhe beim ersten Mal angezogen, als ich gefragt habe – das war wirklich hilfreich“) benennt das Verhalten präzise und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind es wiederholt. Da Kinder die Regeln der sozialen Umgebung lernen, ist spezifisches Feedback ein effizienterer Lehrer als Zustimmung ohne Inhalt.

How to do it

  1. Möchten Sie ein Verhalten verstärken, benennen Sie es konkret: „[Genaues Verhalten] – das war [Qualität/Grund, warum es wichtig ist].“
  2. Loben Sie unmittelbar nach dem Verhalten.
  3. Halten Sie den Ton warm und echt, nicht übertrieben.
  4. Loben Sie Anstrengung und Prozess, nicht nur das Ergebnis: „Du hast weitergemacht, obwohl es schwer war“ ist dauerhafter als „Du hast es richtig gemacht.“

Evidenz

Beschreibendes, kontingentes Lob ist eine der durchgängig am besten belegten Techniken des verhaltensbasierten Elterntrainings und erscheint in praktisch jedem evidenzbasierten Programm (Triple P, PCIT, IY) mit positivem Effekt auf kindliches Verhalten. (rct)

Die breite Programmebenen-Evidenz macht es schwierig, beschreibendes Lob als einzige wirksame Zutat zu isolieren; es wird selten getrennt vom vollständigen Fertigkeitenpaket getestet.

Quellen

  • Sanders, M. R. et al. (2014). The Triple P — Positive Parenting Program as a public health approach. Annual Review of Clinical Psychology, 10, 1–35.

Häufiger Fehler

Lob geben, das eine positive Beobachtung mit einer Beschwerde mischt („Endlich hast du dein Zimmer aufgeräumt – warum machst du das nicht öfter?“), was die Verstärkung untergräbt.

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More practices for Triple P Parenting (Matthew Sanders)

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