Logische Konsequenzen nutzen, die zum Verhalten passen

Eine Konsequenz, die direkt mit dem Verhalten verbunden ist, lehrt Ursache und Wirkung statt bloß Unbehagen aufzuerlegen.

Why it works

Logische Konsequenzen (Bildschirmzeit verlieren, weil die Hausaufgaben nicht gemacht wurden, nicht weil man widersprochen hat) lehren das Kind über die natürliche Struktur der Welt: Entscheidungen haben zugehörige Folgen. Willkürliche Konsequenzen (Bildschirmzeit verlieren, weil man widersprochen hat) können Verhalten durch Angst unterdrücken, liefern aber keine Information über das konkrete Verhalten und seine Auswirkungen. Die logische Verbindung macht die Konsequenz für die Eltern auch leichter beständig anzuwenden, weil sie fair statt strafend wirkt.

How to do it

  1. Fragen Sie bei Fehlverhalten: Was folgt natürlich oder logisch aus dieser Handlung?
  2. Nennen Sie die Konsequenz ruhig und nur einmal: „Du hast deine Tasche nicht gepackt, also kommen wir zu spät, und du musst das deiner Lehrerin erklären.“
  3. Lassen Sie die Konsequenz eintreten, ohne das Kind davor zu retten.
  4. Verbinden Sie sie explizit mit dem Verhalten: „Das ist wegen [X] passiert, nicht weil ich wütend auf dich bin.“

Evidenz

Logische und natürliche Konsequenzen sind ein etabliertes Prinzip der adlerianischen Erziehungstheorie und wurden in Triple P und ähnliche evidenzbasierte Programme integriert; das Prinzip wird durch Forschung zur operanten Konditionierung zur Reaktions-Konsequenz-Kontingenz gestützt. (clinical)

Die Unterscheidung zwischen logischen und willkürlichen Konsequenzen ist theoretisch wichtig, aber schwer isoliert zu prüfen; die breitere Literatur zu Konsequenz-Kontingenz stützt den Mechanismus, ohne die „logische“ Rahmung direkt zu testen.

Häufiger Fehler

Eine „logische“ Konsequenz erfinden, die eigentlich willkürlich und strafend ist (ein Spielzeug wegnehmen, weil das Kind beim Abendessen unhöflich war), was den Lehrwert untergräbt und genau das Verhalten vorlebt, das reduziert werden soll.

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More practices for Triple P Parenting (Matthew Sanders)

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