Urge Surfing: Die Welle eines Verlangens reiten

Die Achtsamkeitsfähigkeit, ein Verlangen kommen und gehen zu lassen

Wie geht man mit einem Verlangen oder Drang um, ohne ihm nachzugeben?

Urge Surfing bedeutet, ein Verlangen wie eine Welle zu behandeln – zu beobachten, wie es aufsteigt, seinen Höhepunkt erreicht und wieder abklingt, statt dagegen anzukämpfen oder ihm nachzugeben. Aus Alan Marlatts achtsamkeitsbasierter Rückfallprävention stammend, funktioniert es, weil Verlangen zeitlich begrenzt ist und von selbst vergeht, wenn man es nicht nährt. Es ist eine gut etablierte klinische Technik für alltägliche Verlangen; bei ernsthafter Sucht gehört es neben professionelle Unterstützung, nicht an ihre Stelle.

Ein Verlangen fühlt sich an, als würde es immer weiter wachsen, bis man nachgibt – aber Verlangen steigt, erreicht seinen Höhepunkt und ebbt tatsächlich ab wie Wellen, meist innerhalb weniger Minuten, wenn man nicht danach handelt. Urge Surfing, entwickelt in Alan Marlatts Arbeit zur achtsamkeitsbasierten Rückfallprävention, lehrt dich, diese Welle mit Neugier zu reiten, statt von ihr mitgerissen zu werden. Im Folgenden Praktiken für alltägliche Verlangen – ein Snack, das Handy, eine scharfe Antwort – jeweils mit dem Mechanismus dahinter und einer ehrlichen Einschätzung der Evidenz. Das sind Regulationsfähigkeiten; bei ernsthafter Sucht oder zwanghaftem Verhalten sucht bitte professionelle Unterstützung.

Übungen

Übe das mit IX Coach

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