Ideen in eigenen Worten umschreiben

Nie kopieren-einfügen; übersetze die Idee in deine eigene Sprache.

Why it works

Eine Idee in eigenen Worten neu zu formulieren erzwingt Elaboration — du musst sie tatsächlich gut genug verstehen, um sie zu rekonstruieren, was reicheres, stärker vernetztes Gedächtnis aufbaut als Kopieren. Der Akt, die Formulierung selbst zu generieren, deckt auch auf, wo dein Verständnis dünn ist. Kopieren bewahrt Worte; Umschreiben baut Verständnis auf.

How to do it

  1. Schau nach dem Lesen von etwas Bewahrenswertem weg und schreibe es in deinen eigenen Worten.
  2. Erfasse, was die Idee bedeutet und warum sie wichtig ist, nicht nur, was sie sagte.
  3. Wenn du sie nicht ohne die Quelle wiedergeben kannst, hast du sie noch nicht verstanden — lies erneut, dann versuche es erneut.

Evidenz

Das Umschreiben in eigenen Worten nutzt den Elaborations- und Generierungseffekt, beide gut belegt: das Generieren und Ausarbeiten von Material erzeugt stärkeres, dauerhafteres Lernen als das passive Wiedergeben. (rct)

Die Generierungs- und Elaborationseffekte sind in kontrollierten Studien robust, aber der spezifische, darauf aufbauende Zettelkasten-Arbeitsablauf selbst wurde nicht erprobt.

Quellen

  • Slamecka & Graf (1978), the generation effect, J. Experimental Psychology

Häufiger Fehler

Markierungen und Zitate wörtlich zu speichern und sich produktiv zu fühlen, während man das Umschreiben überspringt, das der ganze Sinn der Übung ist — man häuft die Worte anderer an, die man nie verinnerlicht hat.

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