Aus deinen Notizen heraus schreiben, von unten nach oben

Lass Artikel und Argumente aus den Notizen entstehen, die du bereits hast.

Why it works

Vor einer leeren Seite zu sitzen ist schwer, weil du versuchst, gleichzeitig zu denken und zu produzieren. Ein gut entwickelter Zettelkasten kehrt das um: du hast das Denken bereits in kleinen Stücken erledigt, sodass Schreiben zum Zusammensetzen und Verfeinern bestehender Notizen wird statt aus dem Nichts zu generieren. Das Argument wächst aus dem, was deine Notizen bereits sagen, was auch Ideen aufdeckt, die du nicht geplant hattest.

How to do it

  1. Beginne Projekte mit Clustern verwandter Notizen, die du bereits geschrieben hast, nicht mit einer leeren Gliederung.
  2. Ordne die relevanten Notizen in eine Sequenz, verfeinere sie dann zu Prosa.
  3. Lass unerwartete Verbindungen im Zettelkasten das Argument umformen, statt eine vorgefertigte These zu erzwingen.

Evidenz

Aus angesammelten Notizen zu schreiben ist der Lohn, den Ahrens Luhmanns außergewöhnlich produktivem Output zuschreibt; es ist eine Praktikerdarstellung der Methode, kein kontrollierter Vergleich von Schreib-Workflows. (anecdotal)

Luhmanns Produktivität ist ein einzelner bemerkenswerter Fall; er illustriert den Ansatz, kann aber nicht belegen, dass die Methode einen solchen Output allgemein verursacht.

Quellen

  • Ahrens (2017), "How to Take Smart Notes" (Luhmann’s output and bottom-up writing)

Häufiger Fehler

Den Zettelkasten als Speicher zu behandeln und trotzdem jedes Mal von Grund auf zu schreiben, sodass sich die Monate des Notizenmachens nie tatsächlich in fertiger Arbeit auszahlen.

Übe das mit IX Coach

Mit IX Coach starten

More practices for Zettelkasten: Denken im Zettelkasten

Verwandte Konzepte