Eine öffentliche Verpflichtung eingehen, um soziale Rechenschaft zu schaffen

Anderen zu sagen, was man vorhat, macht Scheitern sichtbar und kostspielig – ein sozialer Einsatz.

Why it works

Öffentliche Verpflichtung fügt Scheitern soziale Kosten hinzu: die Aussicht, für Menschen, die man respektiert, inkonsistent oder unzuverlässig zu wirken. Selbstdarstellungsbedenken und der Wunsch nach Konsistenz zwischen erklärter Identität und Verhalten (Festingers kognitive Dissonanz) verstärken die Verpflichtung ohne finanzielle Einsätze.

How to do it

  1. Eine spezifische, messbare Verpflichtung mindestens zwei Personen ankündigen, deren Meinung einem wichtig ist.
  2. Berichtszeitpunkte im Voraus definieren ("Ich sage dir jeden Sonntag mein Ergebnis").
  3. Ihnen Erlaubnis geben nachzufragen – es ihnen nicht leicht machen, verpasste Berichte höflich zu ignorieren.
  4. Die Ankündigung spezifisch genug machen, dass Schweigen beim Berichtspunkt selbst aussagekräftig ist.

Evidenz

Öffentliche Verpflichtungen erhöhen in einer Reihe von Studien die Durchhaltequote im Vergleich zu privaten. Die Konsistenzmotivation (Cialdini) und die Literatur zur öffentlichen Selbstdarstellung stützen diesen Effekt. (observational)

Es gibt Gegenevidenz: Manche Forschung zeigt, dass öffentliche Zielankündigung den Einsatz reduzieren kann, weil soziale Anerkennung vorzeitige Zufriedenheit erzeugt. Der Schlüssel ist, die Ankündigung an eine Prozessverpflichtung zu binden, nicht nur an ein Ergebnis.

Quellen

  • Cialdini (1984), Influence: The Psychology of Persuasion (commitment and consistency principle)

Häufiger Fehler

Das Ziel ankündigen ("Ich laufe einen Marathon") statt die Verhaltensverpflichtung ("Ich laufe dreimal pro Woche und berichte dir jeden Sonntag") – Ergebnisankündigungen befriedigen das soziale Bedürfnis, ohne das Verhalten zu binden.

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