Bestätigungsfehler: Sehen, was Sie erwarten zu sehen

Die verbreitetste kognitive Verzerrung und die Praktiken, die ihr tatsächlich etwas entgegensetzen

Was ist der Bestätigungsfehler und wie reduziert man ihn?

Der Bestätigungsfehler ist die Tendenz, Informationen zu suchen, zu bemerken und sich zu merken, die bestehende Überzeugungen bestätigen, während widersprüchliche Belege ignoriert oder abgewertet werden. Er gehört zu den am robustesten dokumentierten kognitiven Verzerrungen. Debiasing ist schwierig und nur teilweise wirksam – Wissen darüber hilft weniger, als die meisten Menschen annehmen – aber strukturierte Praktiken (aktiv nach widerlegenden Belegen suchen, Pre-Mortems und adversarielle Zusammenarbeit) reduzieren seine Wirkung zuverlässig.

Peter Wason zeigte 1960, dass Menschen Hypothesen selektiv auf eine Weise testen, die sie bestätigt statt herausfordert. Jahrzehnte der Forschung haben den Bestätigungsfehler zur meistuntersuchten kognitiven Verzerrung gemacht – sie zeigen, dass er bei Informationssuche, Interpretation und Erinnerung wirkt. Der unbequeme Befund: Bloßes Wissen über die Verzerrung reduziert sie weniger, als die meisten erwarten. Was wirkt, ist strukturell: externe Kontrollen, adversarielle Inputs und im Voraus festgelegte Verfahren, die nicht auf Selbstkorrektur im Moment angewiesen sind.

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