Kontextwechselkosten: Warum Task-Switching die Konzentration ruiniert

Die Forschung hinter Aufgabenwechsel, Aufmerksamkeitsresidum und was dagegen zu tun ist

Was ist Aufmerksamkeitsresidum (Leroy, 2009)?

Die Kosten des Kontextwechsels sind die Leistungseinbußen, die das Gehirn zahlt, wenn es zwischen Aufgaben wechselt. Sie haben zwei unterschiedliche Komponenten. Die erste sind Wechselkosten, gemessen in Laborstudien des Aufgabenwechsels. Die zweite ist Aufmerksamkeitsresidum, das Sophie Leroy 2009 dokumentierte: wenn man vor dem Abschluss einer Aufgabe wechselt, bleibt ein Teil der Aufmerksamkeit bei der alten Aufgabe und verringert die Leistung bei der neuen.

Die Kosten des Kontextwechsels sind einer der robusteren Befunde in der kognitiven Psychologie – das Gehirn ist nicht dafür gebaut, sofort volle Ressourcen auf eine neue Aufgabe umzuleiten. Im Labor sind Wechselkosten messbar in Millisekunden und erhöhten Fehlerraten; im Büro zeigen sie sich als Stunden verlorener Tiefenarbeit.

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