Aufmerksamkeitsresidum: Sophie Leroys Aufgabenwechselstudie von 2009

Aufmerksamkeitsresidum ist der Konzentrationsverlust, den Sophie Leroy 2009 dokumentierte: früh wechseln, und ein Teil der Aufmerksamkeit bleibt hinter.

Why it works

Sophie Leroys 2009-Studie – «Why is it so hard to do my work? The challenge of attention residue when switching between work tasks» – zeigte, dass das Verlassen einer Aufgabe, bevor sie abgeschlossen ist, ein «Aufmerksamkeitsresidum» hinterlässt, das die Leistung bei der neuen Aufgabe verringert. Je offener die vorherige Aufgabe erscheint, desto mehr Aufmerksamkeit bleibt dort.

How to do it

  1. Aufgaben wenn möglich zu natürlichen Abschlusspunkten führen, bevor gewechselt wird.
  2. Wenn ein Wechsel unvermeidlich ist: den aktuellen Status aufschreiben, bevor man geht.
  3. «Offen-Aufgaben»-Listen schließen, bevor ein neues Projekt beginnt.
  4. Bemerken, wann man an der neuen Aufgabe sitzt, aber noch an der alten denkt.

Evidenz

Leroys 2009-Studie liefert direkte Evidenz für Aufmerksamkeitsresidum; der Effekt ist in nachfolgenden Studien repliziert worden. (observational)

Aufmerksamkeitsresidum ist stärker bei komplexen, kognitiv anspruchsvollen Aufgaben; einfachere Aufgaben produzieren weniger Resirum.

Quellen

Häufiger Fehler

Zu glauben, man kann sofort auf volle Kapazität bei einer neuen Aufgabe wechseln, nachdem eine komplexe verlassen wurde.

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